EMEA-Smartphone-Markt im Minus

von Marcel Wüthrich


5. März 2021 - IDC bescheinigt dem Smartphone-Geschäft im EMEA-Raum für 2020 die schwächsten Zahlen seit sechs Jahren. Gut 345 Millionen Geräte wurden verkauft, ein Minus von 4,2 Prozent.

Während das PC-Geschäft angesichts der Pandemie 2020 boomte, hat das Geschäft mit Smartphones offenbar unter geschlossenen Läden und der rückläufigen Mobilität gelitten. IDC jedenfalls weist für das Smartphone-Geschäft im EMEA-Raum für 2020 das schwächste Ergebnis seit sechs Jahren aus. Alles in allem wurden in der Region 345,2 Millionen Geräte verkauft, ein Minus von 4,2 Prozent im Vergleich mit 2019. Der Wert dieser Geräte sank um 4,6 Prozent auf 110 Milliarden Dollar.

Für Europa meldet IDC einen Rückgang bezüglich Stückzahlen von 4,9 Prozent auf 195,2 Millionen Geräte und bezüglich Wert um 3 Prozent auf 82,4 Milliarden Dollar. Interessant dabei: Der durchschnittliche Preis, der in Europa für ein Android-Telefon bezahlt wurde, sank um 8,5 Prozent auf 278 Dollar, während der Preis, der für ein iPhone (Bild) bezahlt wurde, sogar anstieg – auf durchschnittlich 894 Dollar.

Bezogen auf die einzelnen Hersteller war die Performance sehr unterschiedlich. Marktführer Samsung verkauft 2020 15,9 Prozent weniger Geräte – noch 99,7 Millionen Stück. Der Marktanteil sank von 32,9 auf 28,9 Prozent. Apple legte derweil um 10 Prozent zu und setzte 53,2 Millionen iPhones ab (Marktanteil 15,4%). Auf Rang drei folgt der vor allem in Afrika aktive chinesische Hersteller Transsion mit 47 Millionen verkauften Einheiten (+31,1%). Bei Huawei brachen die Stückzahlen um 35,8 Prozent auf 44 Millionen ein, während Xiaomi um 66,4 Prozent zulegen konnte und 41,1 Millionen Geräte absetzte.

Für 2021 geht IDC für das EMEA-Smartphone-Geschäft von einem ganz leichten Wachstum bezüglich Stückzahlen und Wert aus.

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