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Cyber-Abwehr der Armee wird gestärkt

von Alina Brack


8. Oktober 2020 - Der Bundesrat plant, die Cyber-Abwehr der Armee zu verstärken und schafft dazu ein Kommando Cyber. Zudem soll der Bestand an Cyber-Spezialisten von heute 206 auf 575 Angehörige erhöht werden.

Der Bundesrat will die Cyber-Abwehr der Armee stärken, wie er in einer Mitteilung schreibt. Eine entsprechende Vernehmlassung wurde nun gestartet, sie dauert bis am 22. Januar 2021. Geplant ist es – aufgrund der aktuellen Bedrohungslage –, die Führungsunterstützungsbasis (FUB) bis Anfang 2024 in ein Kommando Cyber weiterzuentwickeln. Dazu muss die Armeeorganisation angepasst werden.

Die Digitalisierung und die damit einhergehende Modernisierung und Vernetzung sämtlicher Systeme der Militärverwaltung und der Armee schreiten rasch voran. Diese Entwicklung stelle hohe Anforderungen an eine einheitliche IT-Architektur und standardisierte IT-Anwendungen. Ebenso würden die Herausforderungen beim Cyber-Schutz durch die zunehmende Vernetzung grösser. Um diesen Anforderungen besser gerecht zu werden, soll die FUB von einer breit gefächerten Unterstützungsorganisation in ein einsatzorientiertes, militärisches Kommando weiterentwickelt werden. Das Kommando Cyber soll künftig die militärischen Schlüsselfähigkeiten in den Bereichen Lagebild, Cyber-Abwehr, IKT-Leistungen, Führungsunterstützung, Kryptologie und elektronische Kriegführung bereitstellen.

Des Weiteren soll im Bereich Cyber der Personalbestand ausgebaut werden. Vorgesehen ist, auf den 1. Januar 2022 ein Cyber-Bataillon und einen Cyber-Fachstab zu bilden und damit den Bestand in der Miliz von heute 206 auf 575 Angehörige der Armee zu erhöhen. Um zudem die Ausbildungsqualität der Miliz-Cyberspezialisten zu steigern, wird die Ausbildung innerhalb der Armee mit einem Praktikum bei externen Partnern ergänzt.

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