Corona-Lieferengpässe: Es mangelt an Laptops

von Matthias Wintsch


18. August 2020 - Besonders im Bildungsbereich steigt der Bedarf nach günstigen Laptops zum Start des Schuljahres massiv. Die Hersteller haben aufgrund von Lieferengpässen keine Chance, die Nachfrage zu bedienen.

Die Laptop-Hersteller können in Zeiten der Coronapandemie gut verdienen: Im zweiten Quartal des Jahres stiegen die Verkäufe weltweit um 27 Prozent an ("Swiss IT Reseller" berichtete). Doch die hohe Nachfrage hat auch ihre Schattenseiten. Vor allem im Low-Budget-Bereich können verschiedene Hersteller die Nachfrage nach Geräten nicht mehr bedienen, weil die Komponenten fehlen. Dies ist einem Bericht der Plattform "Axios" zu entnehmen. In den USA sind davon derzeit besonders günstige Chromebook-Modelle betroffen. So lässt sich etwa Gregg Prendergast, President bei Acer America, zitieren, dass man "nicht annähernd" genug Geräte liefern könnte, wenn die Schulen in den USA dereinst wieder öffnen sollten. Beim Elektrohändler Best Buy sind von 28 Chromebook-Modellen derzeit 24 vergriffen.

Begründet wird die Knappheit durch Engpässe in der Lieferkette, die nicht nur fertige Geräte, sondern auch eine Reihe an Komponenten betreffe. Die Hersteller sind stellenweise auf schnellere Kanäle wie Luft- statt Wassertransporte umgestiegen, was aber offenbar bisher nicht ausreichte, um die zum Start des Schuljahres erhöhte Nachfrage nach Geräten für den Schulbetrieb zu decken.

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