Scandit erhält 80-Millionen-Finanzspritze

von Urs Binder


27. Mai 2020 - In Coronazeiten gewinnen Scan-Apps zunehmend an Bedeutung. Der Zürcher Computervision-Entwickler Scandit profitiert davon und sichert sich 80 Millionen US-Dollar Serie-C-Finanzierung.

Der Zürcher Computer-Vision- und AR-Spezialist Scandit ist auf Expansionskurs und hat sich neues Kapital geholt. In einer Serie-C-Finanzierung erhält Scandit 80 Millionen US-Dollar von einer Investorengruppe unter Führung des Venture-Kapital-Unternehmens G2VP. Auch Swisscom Ventures ist an der Finanzierung beteiligt.

Seit der letzten Finanzierungsrunde im Juli 2018 habe man die Umsätze verdreifacht, teilt Scandit mit. Die Anzahl der Blue-Chip-Unternehmenskunden habe sich in diesem Zeitraum gar aufs Zehnfache gesteigert und die Mitarbeiterzahl verdoppelt. Zu den Kunden gehören etwa Carrefour, DPD, Fedex, Toyota, Levi Strauss und die amerikanische Supermarktkette 7-Eleven. Scandit gehört im Übrigen zu den Anbietern, die von der Coronapanedmie profitieren: Das notwendige Social Distancing habe die Nachfrage nach mobiler Computer Vision auf persönlichen Smart Devices beziehungsweise Scan-Apps deutlich gesteigert. Unterhehmen könnten damit eine sichere Arbeitsumgebung für Kunden und Mitarbeiter schaffen.

"Die Technologie von Scandit bietet jedem Mitarbeiter und Kunden eine Scanning-Lösung in Unternehmensqualität zum Mitnehmen, ohne dass dafür bestehende Hardware benötigt wird", merkt Ben Kortlang, General Partner bei G2VP an. "Diese Brücke zwischen der physischen und der digitalen Welt wird zunehmend wichtiger, da sich die Gesellschaft immer schneller in Richtung Online-Shopping und Lieferung, dezentrale Supply Chains und kassenlosen Einzelhandel bewegt."

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