Twint stellt sich neu auf

von Marcel Wüthrich


27. Mai 2020 - Twint baut die Geschäftsleitung um und will damit die Voraussetzungen für ein beschleunigtes Wachstum schaffen. Bereits in den letzten Wochen hat die Twint-Nutzung massiv zugenommen.

Twint lässt verlauten, in den letzten Monaten massiv schneller gewachsen zu sein als vorgesehen und die gesetzten Ziele übertroffen zu haben. Seit Januar habe man die Zahl der Transaktionen um 50 Prozent steigern können, zudem seien in den letzten Wochen über 11'000 neue Händler integriert worden. Und die Zahl der Neuregistrierungen habe sich seit der Coronakrise verdoppelt, pro Woche würden sich 45'000 neue User registrieren und man habe inzwischen die Zahl von 2,5 Millionen Nutzern überschritten.

Beflügelt von diesem Erfolg hat der Payment-Dienstleister seine Strategie nun angepasst, um die Voraussetzungen für ein weiterhin beschleunigtes Wachstum zu schaffen. Im Zuge dieser Anpassung wurde insbesondere die Geschäftsleitung neu organisiert – dies mit dem Hintergedanken, künftig konsequent auf den Kunden zu fokussieren, wie Twint erklärt.

Mit der neuen Strategie wird die Kern-Geschäftsleitung auf Markus Kilb als CEO, Anton Stadelmann als neuer Chief Customer Officer (CCO) und Paul Kreis als Chief Information Officer (CIO) konzentriert. Dem CCO werden alle kundenbezogenen Funktionen vom Verkauf über Marketing, Produkte, Kundensupport und Beziehungen zu den Banken unterstellt, dem CIO alle Einheiten, die für den technischen Betrieb und die Entwicklung von Software und Services verantwortlich sind. Neben dieser Kern-Geschäftsleitung wird neu eine erweiterte Geschäftsleitung gebildet. Mit Hilfe dieser erweiterten Geschäftsleitung will Twint laut eigenen Angaben auch einige Funktionen durch interne Beförderungen in das neu geschaffene Gremium aufwerten. In der erweiterten Geschäftsleitung sitzen Thomas Wicki (CFO), Simon Wehrli (CTO), René Hägeli (CPO), Gökhan Filizer (Lead Client Support), Jens Plath (CMO) sowie Adrian Plattner (CSO).

Nebst der neuen Organisation will Twint auch zusätzliche Produkte lancieren. Angaben dazu, wie diese Produkte aussehen könnten, macht das Unternehmen aber keine. Es heisst lediglich, dass angestrebt wird, zum neuen Zahlungsstandard in der Schweiz zu werden und das Niveau der heutigen Debitkarten-Benutzung zu erreichen.

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