Swisscom meldet Umsatzminus, hält an Jahresprognose fest

von Marcel Wüthrich


30. April 2020 - Swisscom meldet fürs erste Quartal 2020 ein Umsatzminus von 4,3 Prozent auf 2,74 Milliarden Franken. Der Reingewinn liegt 2,9 Prozent über Vorjahr. Und bei der Jahresprognose nimmt Swisscom trotz Corona keine Anpassungen vor.

Swisscom hat in den ersten drei Monaten des Jahres einen Umsatz von 2,74 Milliarden Franken erzielt. Das entspricht einem Minus von 4,3 Prozent, womit man sich im Rahmen der Erwartungen bewege. 2,07 Milliarden des Umsatzes wurden im "gesättigten Schweizer Kerngeschäft" erzielt, ein Minus von 4,4 Prozent. Unter dem Strich konnte Swisscom einen Gewinn von 394 Millionen Franken verbuchen. Der Reingewinn liegt aufgrund von Sondereffekten im Ertragssteueraufwand 2,9 Prozent über Vorjahr.

Abgesehen vom Wholesale-Geschäft (plus 1,8 Prozent auf 225 Millionen Franken) haben alle Segmente bei Swisscom nachgegeben. Bei den Residential Customers, dem umsatzmässig grössten Segment, betrug das Minus 4,4 Prozent auf 1,14 Milliarden, bei den Business-Kunden sogar 6,4 Prozent auf 779 Millionen. Die Zahl der Mitarbeitenden per Ende März sank innert eines Jahres um 3,1 Prozent auf 19'110 Vollzeitstellen.

Zum operationellen Geschäft: Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse betrug per Ende März 2020 6,3 Millionen, ein Minus von 1,2 Prozent gegenüber Ende März 2019. Bei den Retail-Breitbandanschlüssen – 2,05 Millionen an der Zahl – beträgt das Minus 0,2 Prozent. Am grössten der Einbruch bei den Festnetzanschlüssen. Deren Zahl sank innert Jahresfrist von 1,74 auf 1,58 Millionen – minus 8,9 Prozent. Zulegen konnte Swisscom derweil bei den TV-Anschlüssen, deren Zahl um 2,1 Prozent auf 1,56 Millionen gesteigert werden konnte.

Den Ausblick für das Geschäftsjahr 2020 belässt Swisscom trotz Coronakrise unverändert. Das Unternehmen rechnet für 2020 mit einem Nettoumsatz von 11,1 Milliarden und einem EBITDA von 4,3 Milliarden bei Investitionen von 2,3 Milliarden. Dies erklärt das Unternehmen: Aktuell können mögliche finanzielle Auswirkungen aufgrund von Covid-19 nicht quantifiziert werden. Diese seien abhängig von verschiedenen Faktoren wie Umfang und Dauer der Pandemie, staatlichen Unterstützungsmassnahmen zugunsten der Wirtschaft oder auch dem Kundenverhalten in der Schweiz und in Italien. "Entwickelt sich das Geschäft wie geplant, so beabsichtigt Swisscom, der Generalversammlung 2021 für das Geschäftsjahr 2020 eine unveränderte Dividende von 22 Franken pro Aktie vorzuschlagen."

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