Coronavirus: IDC senkt Prognose für ICT-Ausgaben

von René Dubach


13. März 2020 - Angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs rechnet IDC fürs laufende Jahr nur noch mit einem halb so grossen Wachstum der ICT-Ausgaben in Europa. Einige Bereiche könnten allerdings auch von der Situation profitieren.

Angesichts der weltweit dramatischen Ausbreitung des Coronavirus' gehen die Marktforscher von IDC von signifikanten Auswirkungen auf die ICT-Investitionen aus. Rechneten die Marktauguren noch im vergangenen Dezember von einem Wachstum der Ausgaben in Europa von 2,8 Prozent, wird jetzt gerade einmal noch von 1,4 Prozent ausgegangen, eine Entwicklung, die IDC als wahrscheinliches Szenario bezeichnet. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Auswirkungen der Covid-19-Krise nicht jene Dimensionen erreichen werden, wie jene, welche die Finanzkrise in den Jahren 2008/2009 auslöste. Die Marktauguren haben aber auch ein pessimistisches Szenario erstellt, bei dem von einem verschwindend kleinen Wachstum von gerade einmal 0,2 Prozent in Europa ausgegangen wird.

Im als wahrscheinlich bezeichneten Szenario wird davon ausgegangen, dass sich die Auswirkungen insbesondere im Hardware- wie auch im Service-Geschäft zeigen werden. So leidet das Hardware-Business unter den Restriktionen in den Produktionsländern und der insgesamt tieferen Nachfrage, während im Service-Bereich Projekt-Entscheidungen verschoben und die Ausführung verlangsamt würden. Hingegen sollen sich die Auswirkungen im Software- und Telco-Markt im Rahmen halten, da hier von der Nachfrage nach Collaboration- und Remote-Lösungen profitiert werden könne.

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