Igel Technologies: Jed Ayres alleiniger CEO, Heiko Gloge tritt kürzer, Rochade in EMEA

von Matthias Wintsch


5. Februar 2020 - Bei Igel Technologies ist viel in Bewegung: Jed Ayres (Bild, links) übernimmt die alleinige Führung des Unternehmens, die EMEA-Organisation wird neu aufgestellt und auch hinsichtlich des Umsatzes will Igel hoch hinaus.

Jed Ayres, seit 2019 neben Gründer Heiko Gloge (Bild, rechts) Co-CEO des Thin-Client- und Software-Spezialisten Igel, übernimmt das Amt des CEO offiziell fortan allein. Zuletzt verkündete das deutsche Unternehmen im November 2019 noch, dass Ayres und Gloge eine gemeinsame Führung anstreben ("Swiss IT Reseller" berichtete). Gloge wird in Zukunft, so Aryes, in eine Shareholder-Rolle schlüpfen und den Verwaltungsrat beratend begleiten, er bleibt dem Unternehmen also als Anteilseigner und geschäftsführender Gesellschafter erhalten. Jed Ayres kommentiert: "Es ist eine Ehre, an der Spitze eines derart innovativen Unternehmens zu stehen, das aus so vielen engagierten und talentierten Mitarbeitern besteht. Unsere gemeinsame Mission ist es, entscheidend zur Entwicklung und Zukunft eines Arbeitsplatzes beizutragen, der Menschen hilft, ihr Arbeitsleben optimal mit ihren individuellen Lebensbedingungen zu verbinden."

Und auch in der Region EMEA tut sich einiges beim deutschen Unternehmen, welches seine Vertriebsstruktur soeben in die zwei Teile EMEA und Americas aufgeteilt hat. So ist Jörg Kurowski neu Senior Vice President Sales EMEA (bisher Vice President Sales Germany), während Patrizia Fioretti fortan als Vice President Channel EMEA fungiert (bisher war Fioretti zuständig für das deutsche Channel-Geschäft).

Der neue CEO Jed Ayres hat denn auch grosse Pläne mit dem deutschen Unternehmen: Er sieht das Potenzial Igel – 2019 mit einem Umsatz von 150 Millionen Dollar – in den kommenden Jahren zu einer "1 Billion Dollar Company" zu machen, also eine Milliarde Dollar Umsatz. Besonderes Potenzial sehen Ayres und Igel Technologies in der weiterführenden Nutzung von x86-Clients, die dank Igel-Software zu Thin Clients werden und damit einige weitere Jahre produktiv eingesetzt werden können.

Was die Schweiz von Igel zu erwarten hat, erklärt Patrizia Fioretti, Vice President Channel EMEA: "Igel bekennt sich 100 Prozent zu seinen Partnern. Bei uns findet weiterhin kein Geschäft ohne Partner statt. Dafür haben wir ein erfolgreiches Partnermodell in Deutschland geschaffen. Auf Basis der Erfahrungen aus Deutschland werden wir dieses Modell nun sukzessive auch in anderen Regionen ausrollen. In dem Masse in dem Desktop-as-a-Service-Angebote und Cloud-basierte Arbeitsplätze State-of-the-Art werden, benötigen wir natürlich zunehmend Partner mit neuen Qualifikationen. Deshalb arbeiten wir ständig daran, unser Partnerprogramm anzupassen und attraktiv zu halten."

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