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Twint soll europaweit funktionieren

von Marcel Wüthrich


3. September 2019 - Sieben europäische Zahlungssysteme schliessen sich zusammen – darunter auch Twint. Das Ziel: Die Systeme sollen über die Landesgrenzen hinaus funktionieren.

Twint zählt rund zwei Jahre nach seiner Lancierung 1,7 Millionen User und 4 Millionen Transaktionen pro Monat. Diese Zahl könnte künftig kräftig nach oben gehen, nämlich dann, wenn Twint auch international eingesetzt werden könnte. Dass es soweit kommt ist das Ziel der European Mobile Payment Systems Association (EMPSA), einem Zusammenschluss von sieben unabhängigen mobilen Zahlungssystemen aus Belgien (Bancontact Payconiq Company), Deutschland/Österreich (Bluecode), Finnland/Dänemark (Mobilepay), Portugal (SIBS/MB Way), Schweden (Swish), Norwegen (VIPPS) und eben der Schweiz mit Twint. Das Ziel der EMPSA sei es, die Interoperabilität der mobilen Zahlungssysteme über die Landesgrenzen hinweg zu realisieren. Die Nutzer sollen also die einzelnen Systeme länderübergreifend verwenden können, wobei eine Arbeitsgruppe aktuell die technischen Fragen der Interoperabilität prüft. Bis wann dies aber soweit sein könnte, lässt die Vereinigung offen – die Rede ist von "mittelfristig".

Sicher ist: Twint wird dabei eine entscheidende Rolle zukommen, immerhin wird die EMPSA durch Søren Mose (Bild), Verwaltungsratspräsident von Twint, präsidiert, und als Generalsekretär wurde Anton Stadelmann eingesetzt, Deputy CEO und CFO von Twint. Die Geschäftsstelle der EMPSA ist denn auch in Zürich beheimatet. Alles in allem vereinigen die sieben Unternehmen der Vereinigung rund 25 Millionen registrierte Nutzer, über eine Million Akzeptanzstellen und rund 350 das System unterstützende Banken.

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