IT Reseller



Bei Twint soll es kriseln - drei Top-Manager haben das Unternehmen verlassen

von Marcel Wüthrich


5. August 2019 - Jüngst soll es bei Twint zu drei Abgängen im Top-Management gekommen sein. Zudem soll die Schweizer Bezahl-Lösung laut einem Medienbericht aktuell mehr schlecht als recht funktionieren.

Gemäss der Finanzplattform "Insideparadeplatz" ist es bei der Schweizer Mobile-Payment-Plattform Twint jüngst zu drei namhaften Abgängen gekommen. Sowohl Entwicklungschefin Sabine Do-Thuong als auch Twint-CIO Stefan Hediger (mit dem "Swiss IT Magazine" im letzten Jahr ein längeres Gespräch führte) und Chief Technology Officer Simon Uhde sollen das Unternehmen verlassen haben, wobei dies bei Uhde und Hediger freiwillig geschehen sei, während die Entwicklungschefin ihren Posten habe räumen müssen, so "Insideparadeplatz" im Artikel mit dem Titel "Twint in Not". Gemäss Quellen, die "Swiss IT Reseller" vorliegen, seien aber wohl alle drei Abgänge im gemeinsamen Einverständnis erfolgt. So soll auch die Entwicklungschefin selbst gekündigt und das Unternehmen freiwillig verlassen haben.

Ein Twint-Sprecher soll bezüglich der Abgänge gegenüber der Plattform erklärt haben, dass die Ressourcen laufend angepasst würden und die Wechsel nicht aussergewöhnlich seien. "Insideparadeplatz" aber vermutet eine ausgewachsene Krise, denn den drei Managern gemeinsam sei, dass sie von Adnovum stammen. Adnovum hat den Kern der gesamten Twint-Software beigetragen, und ebendiese Software soll nun verschiedentlich Ärger machen – darauf zumindest sollen diverse Kommentare auf Google Play hindeuten. Die Kernsoftware funktioniere offensichtlich nicht richtig, schlussfolgert die Plattform, und sieht ein weiteres Indiz für die Krise – den Abgang von Adnovum-Boss Chris Tanner, der jüngst bekannt wurde. Inwieweit all dies zusammenhängt, kann sicherlich hinterfragt werden, allerdings ist der Abgang von beinahe der ganzen technischen Führungscrew bei Twint sicher ungewöhnlich und wohl auch nicht allzu leicht zu verkraften.

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