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Der VR-Präsident von Sunrise gibt sich beruhigt

von Urs Binder

11. April 2019 - Die UPC-Übernahme werde funktionieren. Und für den Fall, dass der Zwist zwischen der US-Regierung und Huawei eskaliere, habe man einen Plan B – dies sagte Sunrise-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer in einem Interview.

Wie diversen Medienberichten zu entnehmen ist, zeigt sich der Verwaltungsratspräsident von Sunrise, Peter Kurer, überzeugt, dass die Übernahme von UPC wie geplant über die Bühne gehen wird – dazu sind noch die Zustimmung der Weko und ein Beschluss der Aktionäre an einer ausserordentlichen Generalversammlung nötig.

Bisher zeigen sich einige Aktionäre skeptisch. Vor allem Freenet mit einem Aktienanteil von rund 25 Prozent will offenbar nicht an der dafür nötigen Kapitalerhöhung von 4,2 Milliarden Franken mitmachen. Wie Kurer in einem "NZZ"-Interview betont, habe Freenet jedoch nicht gesagt, es wolle sich gegen die Transaktion stemmen. Freenet hätte demnach allerdings lieber eine Fusion als eine Übernahme gesehen, was laut Kurer nicht machbar ist.

Auch in einem weiteren Punkt ist Kurer zuversichtlich. Sollte sich der Konflikt zwischen den USA und dem von Sunrise gewählten 5G-Ausrüster Huawei verschärfen, habe man einen Plan B. Politischen Druck auf Sunrise habe es bisher nicht gegeben. Sunrise sei im übrigen nicht von Huawei abhängig. Es gebe nicht nur einen Plan B, sondern auch einen Plan C und D, meint Kurer. "Wir wissen genau, wie eine mögliche Eskalation der Amerikaner aussähe. Wir haben die Zusicherung, dass auch Huawei für einen solchen Fall einen Plan B hat." Wie diese Pläne aussehen, wollte Kurer jedoch nicht sagen.

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