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Tim Cook fordert Daten-Broker-Verzeichnis

von Matthias Wintsch

21. Januar 2019 - Apple-CEO Tim Cook fordert von der US-Justiz die Schaffung einer zentralen Meldestelle für Daten-Broker. Diese soll den Handel mit Personendaten regulieren und Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten zurückgeben.

In einem Gastbreitrag im "Time Magazine" erklärt Apple-CEO Tim Cook, dass er von den US-Behörden die Einrichtung eines zentralen Data-Broker-Verzeichnisses fordert. Die Kontrollstelle soll für die Benutzer ein Kontrollinstrument sein, damit der Handel mit persönlichen Daten, der bisher weitgehend unreguliert sei, unter einer strengeren Aufsicht stehen könne. Der Aufruf richtet sich an die Federal Trade Commission der US-Regierung. Als vier Grundsteine des Nutzerschutzes sieht Cook die Minimierung der gesammelten Daten, das Recht auf das Wissen über die Verwendung von persönlichen Daten, das Recht auf den Zugriff auf diese sowie das Recht auf Sicherheit.

Das zentrale Kontrollinstrument eines Daten-Broker-Verzeichnisses soll diese Faktoren ermöglichen, da heute, so Cook, die meisten Vergehen unsichtbar bleiben würden. Im neu geschaffenen Verzeichnis müssten sich Daten-Broker registrieren und den Benutzern die Möglichkeit geben, den Transfer von Datensätzen nachzuvollziehen. Der Zugriff und die Löschung der eigenen Daten soll auf der neuen Plattform ebenfalls möglich sein, so Cook weiter.

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