Sourcing-Markt in EMEA legt um 56 Prozent zu

von Alina Brack

7. November 2018 - Mit einem Volumen von 3,3 Milliarden Euro konnte sich der EMEA-Sourcing-Markt im dritten Quartal 2018 innert Jahresfrist um 56 Prozent steigern.

Das Gesamtvolumen des Sourcing-Markts in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) hat im dritten Quartal 2018 ein Volumen von 3,3 Milliarden Euro erreicht, wie die Marktforscher von ISG im Rahmen ihres EMEA ISG Index melden. Damit ist der Sourcing-Markt mit einem Plus von 56 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal deutlich gewachsen, wobei sowohl beim traditionellen als auch beim As-a-Service-Sourcing eine stabile Nachfrage herrsche.

Seit Jahresbeginn wuchsen vor allem die beiden As-a-Service-Bereiche Infrastructure-as-a-Service (IaaS) und Software-as-a-Service (SaaS) in EMEA stärker als in jeder anderen Region und erreichten ein Marktvolumen von 2,7 Milliarden Euro (IaaS) beziehungsweise 0,9 Milliarden Euro (SaaS). Weltweit legte das jährliche Vertragsvolumen (Annual Contract Value, ACV) des gesamten Sourcing-Markts im dritten Quartal um 19 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro zu.

"Es ist ermutigend, dass EMEA zuletzt wesentlich mehr Cloud-basierte Lösungen nachgefragt hat", so Friedrich Löer, Partner bei ISG Information Services Group Germany. "Bis vor Kurzem noch hinkte die Region dem Rest der Welt hinterher, doch scheint EMEA nun aufzuholen – mit den im letzten Quartal und im Jahresvergleich weltweit höchsten Wachstumsraten für IaaS und SaaS."

Auch die Region Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) verbuchte zudem ein erfolgreiches drittes Quartal. Das Marktvolumen des traditionellen Sourcings erreichte 712 Millionen Euro. Dies sind 160 Prozent mehr als im gleichen Quartal des Vorjahrs. Nach einem schwachen Start ins Jahr 2018 befindet sich der Markt nun also auf Erholungskurs.

Für das gesamte Jahr 2018 rechnen die Auguren mit einer Zunahme von 4 Prozent im traditionellen Sourcing, von 17 Prozent im Bereich SaaS, und 30 Prozent bei IaaS, wobei allein die Public-Cloud-Umsätze um 45 Prozent steigen sollen.

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