Nuvias will die Schweiz erobern

von Matthias Wintsch

3. November 2018 - Als neuer Distributor im Schweizer Channel ist Nuvias ein Challenger im hiesigen Markt. Branch Manager Henry Sprow erklärt, wie der Disti gedenkt, diese Herausforderung anzugehen.

Historisch gesehen ist Nuvias schon eine Weile im IT-Handel unterwegs, doch noch nicht lange in der Schweiz. Das Unternehmen ist mit über 20 Jahren Geschichte, 440 Mitarbeitern und Niederlassungen in 20 Ländern durchaus ein erfahrener Disti. Von der Aussenstelle in Zürich aus, die Anfang 2017 eröffnet wurde, stieg der Distributor in den Schweizer Channel ein. Branch Manager Henry Sprow erklärt gegenüber "Swiss IT Reseller", wie Nuvias gedenkt, den Schweizer Markt anzugehen und was der Distributor dem einheimischen Channel bieten kann.

Im Schweizer Team ist Henry Sprow zu diesem Zeitpunkt noch alleine für die Geschäfte von Nuvias in der Schweiz verantwortlich. "Wir sind im Moment aber aktiv daran, eine zweite Inside Sales Stelle zu besetzen, da die Nachfrage seit Eröffnung unserer Büros in Zürich im Januar 2017 einen deutlichen Anstieg der Vertriebsaktivitäten aufzeigt", ergänzt Sprow.


Ein spezialisiertes Portfolio

Die Kernthematiken im Portfolio von Nuvias sind Advanced Networking, Security und Unified Communications, schon seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1997, als Nuvias aus Wickhill, Zycko und Siphon hervorging. "Über diese drei Hauptbereiche hinweg erwirtschaftete Nuvias im Geschäftsjahr 2017 etwa 450 Millionen US-Dollar", gibt Sprow zu Protokoll. "Unser Portfolio orientiert sich an den Herausforderungen des Channels. Aufgrund neuer Techno­logien, welche immer häufiger disruptiv sind, stimmen wir unser Portfolio stetig ab." Im Moment unterscheiden sich die Portfolios für die Schweiz und Deutschland noch leicht, hierzulande sind noch nicht alle Produkte aus dem Nuvias-Portfolio verfügbar. Das soll sich aber ändern, versichert Sprow: "Unser Ziel ist es, ein konsistentes Portfolio über den gesamten EMEA-Bereich anzubieten", kommentiert er und fügt an, dass bei der Einführung einer neuen Lösung auch stets auf die Bereitstellung aller flankierenden Services geachtet werde, damit diese dem Partner garantiert zur Verfügung stehen.


Services und Partnerprogramm

Mit diesen flankierenden Services generiert Nuvias denn auch den Mehrwert für Partner, erläutert Sprow: "Unsere Positionierung im Channel ist klar: Der EMEA-Distributor in den Bereichen Networking, Security und Unified Communications zu sein, der seinen Partnern ermöglicht, erfolgreich am Markt zu agieren, indem wir ihnen in allen Bereichen über das Produkt hinaus Unterstützung bieten."

Die Unterstützung im Partnerprogramm von Nuvias umfasst heute einen kostenfreien telefonischen Support, Unterstützung bei der Konfiguration und Installation von Produkten, Verkaufs­trainings und Workshops. Prospektive Partner unterstützt man zusätzlich mit massgeschneiderten Marketing-Kampagnen und bei Bedarf nimmt Nuvias auch direkten Kontakt zum Endkunden auf. Daneben ist man natürlich die persönliche Ansprechstation für alle Partner. Auch wird den Partnern eine individuelle, kostenlose Lagerhaltung angeboten. So nimmt Nuvias Geräte, welche beispielsweise sehr lange Hersteller-Lead-Zeiten haben, für die Partner kostenlos auf Lager. "Unser Partnerprogram ist gezielt darauf abgestimmt, Engpässe in den Bereichen Logistik, Marketing, Human Resources und Know-How zu verhindern und damit dem Partner einen möglichst einfachen und effizienten Vertrieb, Implementierung und Post-Sales-Betreuung der Lösung zu ermöglichen", erklärt Sprow. Das Partnerprogramm sei, so der Schweizer Branch Manager, also primär darauf ausgelegt, den Partnern so schnell wie möglich mit einer Lösung zum Erfolg zu verhelfen, ganz nach dem Grundsatz "Menschen kaufen von Menschen". Für die Zukunft möchte Nuvias das bisherige Wachstum fortsetzen können, um bis 2020 "die Value Added Distribution neu definiert zu haben", wie Sprow in Aussicht stellt. "Wir sind davon überzeugt, unsere Vision bis 2020 umzusetzen. Nuvias wird die Wertverteilung im IT-Channel neu definieren." Ausserdem werde man das Augenmerk, basierend auf dem deutlichen Kundenzuwachs in der deutschsprachigen Schweiz, auch auf die Französisch und Italienisch sprechenden Landesteile richten.

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