IT Reseller



Terra Education als Chance für Reseller

von Alina Brack


29. September 2018 - Wortmann hat seinen Fachhändlern an einer Roadshow in Egerkingen aufgezeigt, welches Potential im Education-Markt steckt.

Rund 40 IT-Fachhändler und Lehrpersonen haben Mitte September den Weg an den Terra Edu Event von Wortmann in Egerkingen gefunden. Sie nutzten die Roadshow, um sich über die neuesten Education-Lösungen des deutschen Hardware-Herstellers zu informieren. Im Zentrum stand dabei "Classroom out of the Box", das von Sascha Wiebe, Country Manager von Wortmann Schweiz, in seiner Begrüssung als "Rundum-Wohlfühlpaket" bestehend aus Terra-Hardware und Software von Drittanbietern angepriesen wurde. Danach übergab Wiebe das Wort an Andreas Barkowski, Leiter Education bei Wortmann. Dieser liess keinen Zweifel daran, dass Wortmann "mit Terra Education die Zukunft gestalten will" – gemeinsam mit Fachhändlern und Lehrkräften. Denn die digitale Kompetenz der heutigen Schüler sei entscheidend für den Unternehmenserfolg von morgen. Die erste Hürde für eine erfolgreiche Digitalisierung der Schüler sind gemäss Barkowski die Lehrpersonen. Viele wüssten nicht, wie der Unterricht mit digitalen Hilfsmitteln aussehen könne. Und hier komme Classroom out of the Box ins Spiel. Wortmann verteilt dabei nicht nur die Hardware in den Schulen, sondern zeigt auch, wie Lehrer und Schüler damit arbeiten können – etwa dank Lösungen für das Klassenraum-Management, Präsentationsmedien sowie insbesondere der Ausbildung der Lehrer. "Wir statten zuerst die Lehrer aus und zeigen ihnen konkret, wie der Unterricht mit Tablets und Co. aussehen kann, erst danach kommen die Schüler an die Reihe", so Barkowski.


"Wir arbeiten daran, neue Möglichkeiten der Schulgestaltung zu bieten"

"Swiss IT Reseller": Wir befinden uns an der Wortmann-Roadshow "Terra Edu Event" in Egerkingen. Was möchten Sie mit dieser Veranstaltung erreichen?
Sascha Wiebe, Country Manager, Wortmann Schweiz: Wir möchten damit für das Thema Educa­tion sensibilisieren. Denn dieses ist aufgrund des Lehrplans 21 sehr spannend, aber auch sehr schwierig, weil sich viele Lehrer damit nicht auskennen. Deshalb haben wir ein Konzept erarbeitet, bei welchem unsere Hardware gepaart mit Software von Partnern eine Lösung ergeben, die für Schulen praktikabel und einsetzbar ist. Dieses Konzept namens Classroom out of the Box stellen wir unseren Partnern vor, die dann wiederum an die Schulen herantreten und unser Konzept dort an den Mann bringen sollen.

Können Sie dieses Konzept Classroom out of the Box etwas genauer vorstellen?
Nebst unserer Hardware beinhaltet das Konzept auch Software von Drittherstellern, die wir für Classroom out of the Box hinzuziehen. Wir stellen unseren Partnern also auch Software-Anbieter vor, damit das Konzept auch Software wie etwa eine Classroom-Management-Lösung oder Apps für die Unterrichtsgestaltung umfasst, mit welchen die Lehrpersonen die Hardware steuern können. Zudem beinhaltet das Konzept auch Service und Support, welcher für die Hardware durch unsere Terra-Partner gewährleistet und für die Software durch die Hersteller übernommen wird. Aber unsere Partner sollen natürlich unterstützend in den Schulen vor Ort sein.

Wie gross ist der Anteil des Education-Bereichs am Gesamtgeschäft von Wortmann?
Das kann man so nicht beziffern, weil wir nicht immer wissen, für welchen Einsatz die Partner die Geräte bei uns beziehen und der Education-Markt noch nicht so ausgeprägt ist. Gerade die Schweiz ist im Education-­Bereich schwierig, weil man Beziehungen in eine Schule haben muss, um diese beliefern zu dürfen.

Wie kommt man denn als Partner an die Schulen ran, ohne bestehendes Beziehungsnetz in diesem Markt?
Man muss aktiv vorgehen, sich das Konzept selbst einverleiben und den Schulen dann mit voller Überzeugung zeigen, wie man damit unterrichten kann. Denn an vielen Schulen liegen zwar Geräte herum, aber genutzt werden sie nur spärlich, weil die Lehrpersonen nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Hier muss man die Schulen an der Hand nehmen, ihnen Hilfe anbieten und ihnen zeigen, was man damit alles machen kann.

Wieso sollte ich als Partner in den Education-Bereich einsteigen?
Weil der Lehrplan 21 vorgibt, dass jeder Schüler ein Device haben muss. Zudem ist es ein Zukunftsmarkt: Wer heute die Schüler beliefert, beliefert vielleicht später auch das Unternehmen, in welchem diese ehemaligen Schüler tätig sind. Die Schüler von heute sind die Geschäftsführer von morgen. Wortmann hat in der Schweiz etwa 80 Terra-Partner, es gibt aber keinen, der ausschliesslich im Education-Markt tätig ist. Wir haben Partner, die stark im kommunalen Bereich tätig sind, aber diese bedienen vor allem Gemeinden und auch Schulen.

Wie sieht denn die Unterstützung von Seiten Wortmann aus, wenn ein Partner neu im Education-Bereich aktiv werden möchte?
Wir helfen dem Partner und der Schule bei der Anmeldung bei den Microsoft-Programmen und geben Tipps. Wir unterstützen hier vollumfänglich, damit der Auftrag erfolgreich durchgeführt werden kann. Und wir machen Präsentationen speziell für unsere Partner, die dann ihre Schulen einladen können. Wenn ein Partner Schulen hat, die interessiert sind, laden wir deren Lehrpersonen ein und diese können die ganze Soft- und Hardware ansehen. Wir präsentieren ihnen dann, wie man damit den Unterricht gestalten kann.

Welche weiteren Pläne verfolgt Wortmann im Educa­tion-Bereich?
Wir werden Classroom out of the Box weiter ausbauen und arbeiten grundsätzlich daran, neue Möglichkeiten der Schulgestaltung zu bieten. Wir stehen im grossen Konkurrenzkampf zu Apple, was ein rein App-basiertes Arbeiten ist. Hier suchen wir nach Möglichkeiten und Lösungen, die Microsoft oder auch Softwarepartner zur Verfügung stellen.

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