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Boll Channel Happening 2018 im Zeichen des 30. Firmenjubiläums

von Matthias Wintsch


31. August 2018 - Anlässlich des 30-jährigen Bestehens von Boll Engineering wurde das diesjährige Boll Channel Happening auch zur Jubiläumsfeier des Distributors aus Wettingen. Im Geiste des Gründungsjahrzehnts wurde in schrillen Farben und zu 80er-Tunes gefeiert.

Boll Engineering feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Was vor drei Jahrzehnten als zweiköpfiger Entwicklerbetrieb startete, ist heute einer der wichtigsten Distis der Schweizer Channel-­Landschaft. Zur achten Ausgabe des jährlich stattfindenden Boll Channel Happenings feierte der Wettinger Distributor denn auch dem Anlass entsprechend mit etwa 380 Gästen im Stage One in Zürich Oerlikon. Die Einladung kündigte mit schrillen 80er-Farben, Pixel-Ästhetik und dem Motto «Back to the 80’s» bereits an, was die Besucher erwarten würde. Das BCH 2018 führte den Gast zurück zu den Anfängen von Boll Engineering: In die bunten 80er-Jahre. Zurück in die schrille Welt der Hawaiihemden, Kultfilme, Rollschuhe und balkenartigen Schnauzbärte.

Sowohl der Gastgeber wie auch zahlreiche Gäste liessen sich diesbezüglich nicht lumpen und legten sich für den Event entsprechend in Schale. Hier die Ghostbusters, dort neonfarbige Punks, hier die Piloten von Top Gun, da ein rollschuhfahrender Discotänzer mit Stirnband. Auch das Stage One wurde dem Thema entsprechend eingerichtet: Ein DeLorean zierte mit offenen Flügeltüren den Apéro-Bereich, weiter hinten in der Halle war die Vintage-PC-Ausstellung von Robert Weiss zu bestaunen. Dieser eröffnete mit seinem Vortrag zur Geschichte der rechnenden Flimmerkisten den Event dann auch offiziell. In lässiger Manier referierte Weiss am späten Nachmittag fachmännisch von der Treppe in die offene Ausstellung hinein. Stehts mit einem leichten Spruch auf den Lippen und bestrebt, die Zuhörer auch mal etwas an der Nase zu nehmen. Wie etwa, als er aufzeigte, wie viel Lebenszeit wir durchschnittlich damit verbringen, Spam-Mails zu sortieren und zu löschen.


Big Business, Big Data

Ein wesentlicher Bestandteil des Channel Happenings ist seit jeher natürlich auch das Networking und der Platz für Austausch im Channel. Dafür stand im Stage One für jeden geladenen Hersteller Meeting Rooms zur Verfügung, in denen die Gäste vorab gebuchte One-to-One-Meetings wahrnehmen und sich mit Gadgets der Hersteller eindecken oder spontane Gespräche finden konnten. Die One-to-One-Meetings, liess Boll Engineering verlauten, seien beliebt gewesen und vielzählig gebucht worden. Für spontane Begegnungen boten sich daneben der offene, grosse Apéro- sowie der Aussenbereich an.

Der offizielle Business-Teil wurde von einem aussergewöhnlichen Talk eröffnet, der die Zuhörer etwas über die Landesgrenzen hinausschauen liess. Der deutsche Informatiker und Experte für Data Science und Machine Learning David Kriesel sprach in seiner Keynote mit dem Titel Datenkram über sein persönliches Datenanalyseprojekt: Spiegel Mining, wie er es selbst nennt. In den letzten Jahren lud Kriesel privat tausende Spiegel-Online-Artikel herunter und durchleuchtet diese mit professionellen Datenanalysetechniken, um beeindruckende und nicht minder beängstigende Schlüsse ziehen zu können. Die Interpretation der Ergebnisse überlässt er meist bewusst den Zuhörern, die zutage geförderten Fakten sind aber durchaus brisant: So kann er etwa, anhand der Veröffentlichungen pro Autor, aus öffentlich zugänglichen Daten einsehen, welche Spiegel-Redaktoren regelmässig zusammen Ferientage eingeben, was beispielweise Rückschlüsse über deren Liebesleben zulassen würde.


Die Boll-Family ist 30

Bevor die Gesellschaft in den kulinarischen Teil des Abends startete, sollte jedoch noch der Mann die Bühne betreten, ohne welchen der Event nicht existieren würde: Thomas Boll, Gründer und CEO von Boll Engineering. Zur Feier des Jubiläums führte er das Publikum durch die Geschichte des Boll Channel Happenings, welches sich heuer zum achten Mal jährte, und leitete über zur langen Geschichte seines Unternehmens. Als zwei Mann starker Software-Entwickler startete man damals, im Jahr 1988, bevor man mit dem ersten Watchguard-Vertrag einen Fuss ins Disti-Business setzte. «Wir wollten ein richtiger Disti werden», erinnert sich Boll schmunzelnd. Aus den drei Geräten, die sich anfangs noch im Sortiment befanden, ist bis heute ein Portfolio mit mehr als 100’000 Produkten geworden, die das Unternehmen anbieten kann.

Mit der Vorstellung der neuen Teammitglieder und der Präsentation der gesamten grossen Boll-Family, wie sie sich gerne selbst nennt, schloss Boll seine Rede und leitete damit den letzten Teil des Abends ein, der traditionell mit gehobener Küche und musikalischer Unterhaltung ausklingen sollte. Im festlichen Speisesaal wurden die Anwesenden auf kulinarisch hohem Niveau versorgt und bedient, während auf der Bühne die Instrumente gestimmt wurden. Und während nach dem Essen einige müde Gäste den Heimweg antraten, schien der Abend für andere erst gerade richtig loszugehen. Die Neonfarben und LEDs leuchteten erneut auf, und zu Tophits wie Thriller oder Simply the Best der Coverband Take This wurde noch lange in die Nacht getanzt.

Ein richtiges Channel Happening eines richtigen Distis, «Swiss IT Reseller» gratuliert Boll Engineering zum Jubiläum.

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