Ascom mit Umsatzverlusten, aber mehr Aufträgen

von Rosa Pegam

16. August 2018 - Ascom konnte im ersten Halbjahr 2018 zwar mehr umsetzen, hat aber weniger verdient. Dafür hat das Unternehmen seinen Auftragseingang gesteigert und hofft auf ein stärkeres zweites Halbjahr.

Die Finanzergebnisse des Technologiekonzerns Ascom zeigen für das erste Halbjahr 2018 ein gemischtes Bild. Die Mitteilung des Unternehmens dazu fasst die ersten beiden Quartale als ereignisreich und herausfordernd zusammen.

Zwar stieg der Umsatz dank Währungseffekten um 2,6 Prozent auf rund 147 Millionen Franken, allerdings wäre der Umsatz bei konstanten Wechselkursen um 1,6 Prozent zurückgegangen. Der Betriebsgewinn (Ebitda) brach von 9,7 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 6,5 Prozent ein. Ascom führt dieses knappe Drittel an Verlust auf höhere Investitionen zurück. Der Reingewinn wird mit 5,4 Millionen Franken beziffert (6,6 Millionen im HJ1 2017).

Im Healthcare-Geschäft allerdings konnte Ascom zulegen: Hier ist der Umsatz im Jahresvergleich um neun Prozent gewachsen (+4,6% zu konstanten Wechselkursen). In Europa stieg dieser Bereich signifikant um gut 19 Prozent (+11,1% zu konstanten Wechselkursen). Zudem konnte der Konzern das Software- und Service-Geschäft mit einer Wachstumsrate von acht Prozent ausbauen (+3,1% zu konstanten Wechselkursen). Das OEM-Geschäft verzeichnet solide Ergebnisse, auch wenn sie unter den starken Vergleichswerten des Vorjahres blieben.

Für das kommende Halbjahr rechnet Ascom aufgrund des starken Auftragsbestandes in allen Regionen mit einem beschleunigten Wachstum und prognostiziert eine Erholung in Nordamerika aufgrund der strategischen und operativen Massnahmen aus den letzten Monaten. Ziel ist ein Umsatzwachstum von drei bis sechs Prozent, und die Ebitda-Marge für 2018 wird im Rahmen des Vorjahres erwartet, bis zu rund 15 Prozent.

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