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Software-Defined-WAN-Markt im Aufwind

von René Dubach


10. August 2018 - Laut einer Studie kletterten die Umsätze im Markt für Software-Defined Wide Area Networks vergangenes Jahr um 83 Prozent auf 833 Millionen Dollar. Bis zum Jahr 2022 soll sich das Volumen mehr als verfünffachen.

Die Marktauguren von IDC haben ihre erste Analyse zum schnell wachsenden Markt für Software-Defined Wide Area Networks vorgelegt und bescheinigen dem Marktsegment für die kommenden Jahre beachtliche hohe Zuwachsraten. So wurde im vergangenen Jahr weltweit SD-WAN-Infrastruktur im Wert von 833 Millionen Dollar umgesetzt, was gegenüber dem Vorjahr einem Wachstum von gut 83 Prozent entspricht. Auch in den kommenden Jahren soll sich der Marktbereich weiter flott entwickeln. IDC geht in der Analyse für die Jahre 2017 bis 2022 von einer mittleren jährlichen Zuwachsrate von über 40 Prozent aus, womit der Markt in vier Jahren ein Volumen von 4,5 Milliarden Dollar erreichen würde.

Bei der aufstrebenden SD-WAN-Technologie handle es sich um eine der schnellsten Industrietransformationen, die man in den letzten Jahren gesehen habe, hält IDC-Analyst Rohit Mehra fest. Entsprechend würden die angestammten Netzwerk-Anbieter bestrebt sein, möglichst schnell ihr Routing- und WAN-Optimierungs-Portfolio anzupassen, um mit der steigenden Zahl von Start-ups in diesem Markt mitzuhalten.

Was die aktuelle Marktführerschaft im SD-WAN-Markt betrifft, so hält laut IDC aktuell Cisco den grössten Anteil, dies primär aufgrund des breiten Routing-Portfolios und auch infolge der im vergangenen Jahr erfolgten Übernahme des Anbieters Viptela. Konkrete Marktanteile nennt IDC allerdings nicht. Als zweitgrösster Player im SD-WAN-Markt nennen die Analysten den Virtualisierungsspezialisten Vmware, der sich durch die Übernahme von Velocloud in diesem Bereich gestärkt hat.

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