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28 Prozent der Industrieunternehmen nutzen 3D-Druck

von Rosa Pegam


15. Juni 2018 - Die additive Fertigung ist auf dem Vormarsch. Laut Bitkom-Studie setzt bereits jedes vierte deutsche Industrieunternehmen auf die 3D-Druck-Technologie – zumeist im Werkzeug- und Formenbau sowie bei der Ersatzteilherstellung. Dabei bescheinigen 70 Prozent der befragten Unternehmen dem 3D-Druck disruptives Potential.

Die 3D-Druck-Technologie breitet sich in der Wirtschaft immer weiter aus. Vor allem in Luftfahrtindustrie und Medizintechnik findet sie schon auf breiter Front Einsatz. Eine Bitkom-Studie, für die 553 deutsche Fertigungsunternehmen ab 100 Mitarbeiter befragt wurden, hat jetzt zutage gebracht, dass 28 Prozent bereits additiv fertigen – acht Prozentpunkte mehr als noch 2016. Dabei nutzen vor allem grosse Unternehmen ab 500 Mitarbeitern die junge Technologie (35 %). Und sieben von zehn Unternehmen glauben, dass 3D-Druck die Industrie disruptiv verändern wird, wobei 49 Prozent erwarten, dass diese tiefgreifenden Veränderungen bereits in den nächsten zehn Jahren zutage treten.

Derzeit nutzen 34 Prozent der Unternehmen 3D-Druck zur Musterherstellung im Werkzeug- und Formenbau, während 32 Prozent Ersatzteile damit herstellen. Knapp jedes vierte Unternehmen erstellt damit visuelle Modelle, 12 Prozent fertigen funktionale Modelle zum Test.

Was Bitkom-Präsident Achim Berg zu der Technologie formuliert, gilt auch für die Schweiz: "Die 3D-Druck-Technologie ist für den starken und innovativen Industriestandort Deutschland ein Glücksfall. Die Technologie bietet die einmalige Chance, in Niedriglohnländer abgewanderte Wertschöpfung nach Deutschland zurückzuholen. Die Unternehmen nutzen digitale Technologien, um die Produktentwicklung zu beschleunigen und Fertigungsprozesse zu optimieren. 3D-Druck ist ein Innovationsbeschleuniger und steigert die Wettbewerbsfähigkeit."

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