Swico und Simsa wollen sich zusammenschliessen


9. Juni 2018 - Swico und Simsa wollen ihre Kräfte künftig unter einem Dach bündeln. Dadurch soll die ICT- und Online-Branche eine stärkere Stimme auf der politischen Bühne erhalten. Auch die 600 Mitgliedfirmen profitieren: Sie erhalten Zugang zu einer noch breiteren Palette an Mitgliederdienstleistungen.

Andreas Knöpfli, Präsident von Swico, verkündete an der 29. Generalversammlung von Swico die guten Neuigkeiten: Die beiden Verbände ­Swico und Simsa planen den Zusammenschluss. Die Vorstände haben einen Fusionsvertrag unterzeichnet, der am 18. Juni 2018 im Rahmen von ausserordentlichen Generalversammlungen durch die Mitglieder ratifiziert werden soll.

Damit ein Zusammenschluss zwischen zwei Verbänden funktioniert, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein. Einerseits müssen sich die Verbände in ähnlichen Märkten bewegen, ähnliche Mitglieder haben und die gleichen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen vertreten. Andererseits sollten die Mitglieder auch von Dienstleistungen profitieren, welche die andere Seite mitbringt. Die Fusion von Simsa und Swico erfülle all das, zeigt sich Andreas ­Knöpfli überzeugt: "Als Einheit können wir die zunehmend volkswirtschaftlich relevante ICT- und Online-Branche auf der politischen Bühne noch wirksamer vertreten". Gleichzeitig setzen Swico und Simsa ein Zeichen gegen die Fragmentierung der Verbandslandschaft.


Der Name Swico bleibt

Die neue Organisation, rechtlich weiterhin als Verein konstituiert, wird unter dem Namen Swico weitergeführt werden und alle bisherigen Aktivitäten fortsetzen. Swico bringt unter anderem sein umfassendes Issue Management, sein Start-up-Programm sowie die Branchenlösung für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ein. Von Seiten Simsa werden insbesondere der Code of Conduct Hosting und das Collaboration Framework sowie die Ausbildungsgänge wie der eidgenössisch diplomierte Web Project Manager integriert. Neu geschaffen werden ein Fachgremium für den Bereich Hosting unter der Leitung von Hostpoint-Mitgründer Claudius Röllin und eines für die Webagenturen unter der Leitung von Imre Sinka, CEO von Dotpulse. Beide Fachgremien werden im Rahmen von Swico selbstständig und mit eigenem Budget Projekte und Issues dieser beiden Mitgliedersegmente bearbeiten sowie eigene Aktivitäten ent­wickeln, wie es schon andere Fachgremien von Swico tun.


Neue Impulse

Die Fusion ist somit auch eine Chance, weiter­zuwachsen: "Wir möchten die Impulse, die uns die neuen IGs, Verbandsmitglieder und die ­neuen Leute im Vorstand zweifellos bringen, dazu nutzen, um auch qualitativ weiter zu kommen" so Knöpfli. Im neuen Swico-Vorstand Einsitz nehmen sollen der bisherige Präsident von Simsa, Andrej Vckovski, CEO von Net­cetera, sowie eine weitere Person aus dem Bereich Webagenturen. Sofern die rund 100 Simsa- und 500 Swico-Mitglieder am 18. Juni den Zusammenschluss ratifizieren, wird die Fusion formell auf den 30. Juni 2018 vollzogen. Das Zusammenwachsen im Alltag wird voraussichtlich bis Ende 2018 dauern.

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