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SAP kommt Aktionären entgegen und gelobt mehr Transparenz

von Rosa Pegam


18. Mai 2018 - SAP geht auf seine Aktionäre zu und reagiert damit auf die Debatte um hohe Managergehälter im letzten Jahr. Aufsichtsratschef Hasso Plattner erklärte auf der Hauptversammlung, künftig ein transparenteres System der Vorstandsvergütung zu verfolgen. Insgesamt lobten die Aktionäre die Erläuterungen, kritisierten aber immer noch die Höhe der Bezüge.

Nach der letztjährigen Diskussion um hohe Managervergütungen hat SAP jetzt den Austausch mit seinen Aktionären gesucht, schreibt "CRN". Auf der Hauptversammlung am Donnerstag versprach SAP-Aufsichtsratschef Hasso Plattner, ein durchsichtigeres und besser nachvollziehbares System der Managerbezüge. Auch wird nun offener über die Arbeit des Aufsichtsrates berichtet. Darüber hinaus hiess es, SAP erfülle seit Februar dieses Jahres ohne Ausnahme die Vorgaben des deutschen Corporate Governance Kodex für Unternehmensführung.

Die Aktionäre lobten die Ausführungen insgesamt, allerdings kritisierten sie weiterhin die Höhe der Vorstandsgehälter. So weise der Geschäftsbericht 2017 gut 13 Millionen Euro für Vorstandschef McDermott aus. Davon soll alleridings eine beträchtliche Summe aus langfristigen Bestandteilen, die unter anderem am Aktienkurs orientiert ist und erst verzögert ausgeschüttet wird, stammen. Plattner ging erneut in die Defensive und erklärt: "Die Vorstandsvergütung muss mit Blick auf unsere globalen Konkurrenten international wettbewerbsfähig sein." Die Änderungen im Vergütungssystem hatte SAP schon angekündigt, und die Aktionäre sollten am Nachmittag darüber abstimmen.

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