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Swisscom konkretisiert Pläne zur Blockchain-Strategie

von Angelica Filippi


22. September 2017 - Mit der neu gegründeten Tochter Swisscom Blockchain will der Konzern Blockchain-Projekte im Gesundheits-, Versicherungs- und Bankwesen umsetzen. Auch an einem Handelsregister-Prototypen wird gearbeitet.

Telekommunikationsriese Swisscom will die Blockchain-Aktivitäten bündeln und in eine neue Tochtergesellschaft auslagern (Swiss IT Magazine berichtete). Wie der Konzern jetzt mitteilt, heisst das Unternehmen bezeichnenderweise Swisscom Blockchain und hat seinen Sitz an der Zürcher Konradstrasse. Swisscom hält 70 Prozent am Tochterunternehmen, während die verbleibenden 30 Prozent im Besitz der Gründerpartner sind. Wie es weiter heisst, wird aktuell an Projekten in den Bereichen Gesundheitswesen, Versicherungs- und Bankwesen gearbeitet. Konkret genannt wird ein Handelsregister-Prototyp. Ebenfalls in der Pipeline ist eine digitale Aktie, die ausserhalb der Börse gehandelt werden kann. Bereits realisiert hat Swisscom in Zusammenarbeit mit der ZKB und anderen Partnern die Swiss OTC Blockchain, ein Software-Prototyp einer Blockchain-basierten Lösung für den ausserbörslichen Handel.

Neben Beratungsleistungen und der Umsetzung von Blockchain-Anwendungen unterstützt Swisscom Blockchain auch sogenannte Initial Coin Offerings. Dabei handelt es sich um alternative Finanzierungsquellen, die einem klassischen Börsengang ähnlich sind. Die Unternehmen erhalten dabei Bitcoins oder andere virtuelle Währungen, während die Investoren mit handelbaren Coins entschädigt werden, mit denen sie von künftigen Einnahmen profitieren oder Services beanspruchen können.

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