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Tablet-Markt in Europa schrumpft um 6,7 Prozent

von Marcel Wüthrich

29. November 2016 - Der Verkauf von Tablets ging in Westeuropa im dritten Quartal um 6,7 Prozent zurück. Apple hat Samsung als Marktführer wieder überholt. Detachables und hochpreisige Geräte verkaufen sich deutlich besser als vor einem Jahr

In Westeuropa wurden im dritten Quartal 2016 8,2 Millionen Tablets verkauft, ein Minus von 6,7 Prozent gegenüber demselben Quartal im Vorjahr. Dies berichten die Marktforscher von IDC. Im rückläufigen Tablet-Markt haben sich vor allem Detachables, die IDC ebenfalls zu den Tablets zählt, positiv entwickelt. Ihr Absatz ging im Vergleich zum Vorjahr um 48,4 Prozent nach oben, sie machen heute 21,9 Prozent des gesamten Tablet-Marktes aus. Ebenfalls im Plus sind Tablets für den Unternehmenseinsatz, von denen 13,1 Prozent mehr verkauft wurden als noch vor einem Jahr. Als Folge dieser beiden Trends haben Tablets im höherpreisigen Segment – teurer als 600 Euro – ein Plus von 66,7 Prozent im Jahresvergleich hingelegt. Sie machen heute 10,6 Prozent aller verkauften Tablets aus.

Das Geschäft mit Slates – sprich mit reinen Tablets – sank derweil um 15,5 Prozent. IDC spricht hier von einer Sättigung des Marktes, fehlenden Innovationen bei den Geräten und trägen Erneuerungszyklen. Betroffen davon soll vor allem das Consumer-Segment gewesen sein, das um 10,8 Prozent zurückging.

Am meisten Geräte im Q3 2016 ausgeliefert hat Apple mit 1,79 Millionen (minus 8,6%, Marktanteil neu 21,9%). Apple hat damit die Spitzenposition von Samsung zurückerobert. Samsung konnte 1,68 Millionen Geräte ausliefern, 20,4 Prozent weniger als noch vor Jahresfrist. Das ergibt einen Marktanteil von 20,4 Prozent, nach 24 Prozent im Vorjahr. Lenovo auf Platz drei konnte mit 620'000 Tablets beziehungsweise 2-in-1-Geräten genau gleich viele Einheiten absetzen wie im Q3 2015. Der Marktanteil wurde so von 7,1 auf 7,6 Prozent gesteigert. Acer auf Platz vier legt mit 418'000 Geräten ein Plus von 57,8 Prozent hin, Amazon auf Platz fünf mit 403'000 Einheiten ist sogar 166,5 Prozent im Plus.

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