Markt für Videokonferenzlösungen bricht ein

von René Dubach


2. Juni 2016 - Zwar konnte der globale Markt für Videokonferenzsysteme gegenüber Vorjahr leicht zulegen, doch im EMEA-Raum gab er um über 12 Prozent nach. Angeführt wird der Markt nach wie vor unangefochten von Cisco.

Die Analysten von IDC haben den Markt für Videokonferenzsysteme unter die Lupe genommen und zeichnen ein uneinheitliches Bild. So gab der globale Umsatz in Höhe von 495 Millionen Dollar im ersten Quartal 2016 gegenüber dem vierten Quartal letzten Jahres um über 20 Prozent nach, konnte im Vorjahresvergleich allerdings leicht zulegen. Insgesamt fanden zwischen Januar und März knapp 101'400 Videokonferenzsysteme einen Käufer.

Wie IDC weiter feststellen konnte, fiel die Marktentwicklung in den einzelnen Regionen höchst unterschiedlich aus. Während etwa der nordamerikanische Markt gegenüber dem vorangehenden Quartal um gut 17 Prozent nachgab, legten die Umsätze im Vorjahresvergleich in derselben Grössenordnung zu. Ganz anders präsentiert sich der Markt im EMEA-Raum, wo die Einnahmen sowohl im Vergleich zum vierten Quartal als auch zum ersten Quartal 2015 um 26,3 respektive 12,6 Prozent einbrachen.

Unangefochtener Spitzenreiter im Markt für Unternehmens-Videokonferenzlösungen blieb auch im jüngsten Quartal Cisco mit einem überwältigenden Marktanteil von über 45 Prozent. Gegenüber der Vorjahresperiode konnte der Konzern seinen Anteil mit einem Umsatzplus von 9 Prozent sogar noch ausbauen. Dagegen gaben die Umsätze von Polycom auf Platz zwei mit einem Minus von gut 16 Prozent deutlich nach, womit sich auch der Marktanteil auf nunmehr knapp 21 Prozent verringerte. Platz drei belegt schliesslich Huawei mit einem Anteil von gut 11 Prozent.

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