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Lycos ist wieder da und zeigt erste Wearables

von René Dubach


5. Juni 2015 - Der einstige Suchmaschinen- und Portalriese Lycos ist aus der Versenkung wieder aufgetaucht und will mit vorerst zwei Produkten ins Wearables-Geschäft einsteigen.

Ältere Internet-User erinnern sich an Lycos: Einst war das Unternehmen einer der Top-Player in der Dotcom-Ära und verschwand nach der Jahrtausendwende dann in der Bedeutungslosigkeit. Doch jetzt ist Lycos wieder da und präsentiert unter dem Brand Lycos Life zwei Wearables: Ein Fitness-Band für 125 Dollar und einen Smart Ring zum Preis von 60 Dollar. Beide intelligenten Geräte sollen ab kommenden Montag in den Handel kommen, wobei über die Funktionen allerdings so gut wie nichts bekannt ist, ausser dass beide Wearables über nicht näher bezeichnete Security-Features verfügen. Ob der einstige Branchenprimus mit den neu präsentierten Wearables allerdings jemals wieder zu alter Grösse wird anwachsen können, muss bezweifelt werden.

Lycos wurde 1994 als Spin-off der Carnegie Universität gegründet und ging bereits zwei Jahre später an die Börse. Im Jahr 2000, als die Dotcom-Blase ihren Zenit erreicht hat, wurde das Unternehmen von Terra Networks, der Internet-Tochter der spanischen Telefonica zum Fantasiepreis von 12,5 Milliarden Dollar gekauft. Rund vier Jahre später trennte sich dann Telefonica wieder von Lycos und verkaufte das Unternehmen für rund 95 Millionen Dollar an den südkoreanischen Konzern Daum Communications. Dieser wiederum verkaufte Lycos 2010 zum Preis von 36 Millionen Dollar an das Internet-Marketing-Unternehmen Ybrant Digital.

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