Terna fusioniert mit Opus

von Alina Brack

6. April 2014 - Durch die Fusion mit Opus Solution will Terna in der Schweiz an Schlagkraft gewinnen und ein weiteres Marktsegment erschliessen.

Anfang 2013 hat der Business-Software-Spezialist Terna den in Root ansässigen ERP-Anbieter Opus Solution übernommen. Der Kauf erfolgte damals im Rahmen der Wachstumsstrategie von Terna im deutschsprachigen Raum, «die sowohl organisch geprägt ist als auch durch Akquisition vorangetrieben wird», wie Christian Kranebitter, CEO der Terna-Gruppe, gegenüber «Swiss IT Reseller» erklärt. Zudem wollte man das Terna-Produktportfolio mit der von Opus selbst entwickelten HRM-Lösung für die Schweiz erweitern. Doch damit nicht genug, so Kranebitter: «Opus verfügt über eine auf Dynamics AX basierende Branchenlösung für Dienstleistungsunternehmen und öffentliche Unternehmen, womit Terna ein weiteres Marktsegment neben den Bereichen Produktion und Handel erschliessen konnte.»


Schlagkraft stärken durch Fusion

Nun, zwölf Monate später, erfolgt hierzulande rückwirkend per 1. Januar 2014 die Fusion. Die beiden Schweizer Gesellschaften werden zusammengelegt und treten auf dem Schweizer Markt künftig gemeinsam unter dem Namen Terna Switzerland auf. Isabelle Geissmann, die bisher als Marketing- und Verkaufsleiterin bei Opus Solution fungierte, und Marcel Peter, Geschäftsführer von Terna, übernehmen dabei gemeinsam die Führung von Terna Switzerland. Kranebitter begründet die Fusion folgendermassen: «Terna strebt eine führende Rolle im Bereich Business Software in der Schweiz an. Vor diesem Hintergrund war es logisch, die Kräfte und Kompetenzen zu bündeln und die Schlagkraft innerhalb einer Gesellschaft zu erhöhen.» Dabei sei es natürlich wesentlich, die Wahrnehmung am Markt zu erhöhen und mit einer gemeinsamen Marke aufzutreten. Entsprechend erhofft sich Kranebitter durch die Fusion mehr Sichtbarkeit im Markt, eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und ein stärkeres Wachstum. Zudem soll sich der Kundenservice verbessern und eine Verbreiterung der Kompetenzen innerhalb einer Gesellschaft wird angestrebt.


Zum Komplettanbieter werden

Zu Kündigungen soll es aufgrund der Fusion nicht kommen, verspricht Kranebitter weiter. Vielmehr sollen die Teams konsequent ausgebaut und Arbeitsplätze geschaffen werden. Aktuell beschäftigt Terna Switzerland 40 Mitarbeiter an den Standorten Root und Hünenberg.
Das Ziel ist laut Kranebitter, Terna Switzerland als Komplett­anbieter im Bereich Business Software zu etablieren und die Themen ERP, HRM, CRM, BI und ECM abzudecken. «Terna Switzerland soll mittelfristig zu den führenden Anbietern von Business Software in der Schweiz gehören», zeigt sich der Terna-Gruppe-CEO ambitioniert.


CRM-Markt im Visier


Um das Ziel des Komplettanbieters zu erreichen, ist Terna zudem per Anfang April in das CRM-Geschäft eingestiegen. Bis dato habe man Softwarelösungen und Dienstleistungen rund um die Themen ERP und BI vermarktet und implementiert, so Krane- bitter. «Der Einstieg in den CRM-Markt ist der nächste konsequente Schritt auf dem Weg zum Komplettanbieter für Business Software», erklärt er.
Zudem ist Kranebitter überzeugt, dass es noch viel Raum hat für einen qualitativ hochwertigen CRM-Partner – nebst all den etablierten Playern auf dem CRM-Markt. «Fakt ist, dass zurzeit immer noch jedes zweite CRM-Projekt scheitert. Der Grund liegt nicht in der funktionalen Schwäche der Softwarelösungen, sondern im Bereich der teilweise fehlenden Kompetenz bei der Umsetzung», ist Kranebitter überzeugt. Deshalb stelle Terna von Beginn weg die Fähigkeiten der Mitarbeiter in den Mittelpunkt.

Zudem will Terna massgeschneiderte CRM-Ecosysteme für die Anwender entwickeln, die sich «optimal in die umliegende Systemlandschaft einbetten». Man werde die Kunden end-to-end in der gesamten Kette unterstützen, so unter anderem bei der Frage der Integration von Social Media im eigenen Unternehmen. Und bei der Umsetzung von mobilen Szenarien erarbeite man mit User-Experience-Spezialisten Bedienkonzepte für Tablets und Smartphones, verspricht Kranebitter.

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