PS4 und Xbox One kommen im Spätherbst

von Alina Brack

6. Juli 2013 - Sowohl Sony als auch Microsoft werfen gegen Ende dieses Jahres ihre neuen Konsolen auf den Markt. Dabei wird die Playstation 4 rund 100 Dollar günstiger sein als die Xbox One.

Ein heisser Konsolen-Spätherbst 2013 steht bevor: Sowohl Microsoft als auch Sony haben die diesjährige Gamer-Messe E3, die im Juni in Los Angeles über die Bühne ging, dazu genutzt, die Neu­auflagen ihrer Game-Konsolen der breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Sprachbefehl startet Xbox One
So hat Microsoft verraten, dass die Xbox One ab November 2013 weltweit in 21 Märkten – darunter auch die Schweiz – erhältlich sein wird. Dabei wird dem User nebst der Konsole mit einer 500-GB-Festplatte und einem integrierten Blu-ray-Player auch ein neuer Kinect-Sensor sowie ein Xbox One Wireless Controller geliefert. Für dieses Launch-Paket müssen die Nutzer in Europa 499 Euro auf den Tisch legen. Wie viel die Konsole plus Zubehör in der Schweiz genau kosten wird, ist indes noch nicht bekannt. Bei diversen Schweizer CE-Händlern kann die Konsole allerdings für 629 Franken vorbestellt werden.

Mit der Xbox One verspricht Microsoft eine «völlig neue Welt», was Spiele, Musik, Live-Fernsehen, Filme, Sport, Apps und Skype angehe. So sei es erstmals möglich, direkt und ohne Unterbruch zwischen Games und Enter­tainment zu wechseln. Dank Sprachsteuerung kann die neue Konsole etwa mit dem Sprachbefehl «Xbox an» gestartet werden. Und Skype wurde laut Microsoft extra für die Xbox One angepasst, damit User über ihren Fernseher mit Freunden chatten und nebenbei fernsehen können. Beim Xbox One Wireless Controller hat Microsoft laut eigenen Angaben die Steuertasten und Thumbsticks verbessert, was eine höhere Präzision und Kontrolle mit sich bringen soll.
Freuen dürfte die Xbox-Gamer derweil, dass es nun doch keine Internetverbindung braucht, um Xbox-One-Spiele offline zu spielen. Nach einem einmaligen Set-up mit der neuen Konsole können alle Disk-basierten Games auch offline gebraucht werden. Urspünglich hatte das Unternehmen angekündigt, dass die neue Konsole ohne ständige Internet-Verbindung nicht dauerhaft genutzt
werden kann. Nach maximal 24 Stunden offline gamen sollte Schluss sein.
Ausserdem hiess es, die Xbox One erkenne, ob ein Spiel neu gekauft oder gebraucht sei. Auch dieses Vorhaben hat Microsoft aufgegeben. Es wird also keine Begrenzung beim Gebrauch oder Ausleihen von Spielen geben.
Allerdings werden Spiele der Vorgängerversion Xbox 360 nicht auf der neuen Konsolen-Genera­tion laufen. Laut Don Mattrick, Chef der Interactive-Entertainment-Sparte bei Microsoft, würden nur 5 Prozent der Kunden ältere Spiele auf einer neuen Konsole spielen. «Es hat also keinen Sinn, Zeit und Ressourcen in die Entwicklung einer Technologie zu stecken, die es Nutzern ermög­licht, alte Spiele auf der Xbox One zu spielen. Abwärtskompatibilität ist rückständig», erklärt er gegenüber dem «Wall Street Journal».


Offline spielen mit der PS 4

Für 399 Euro – also 100 Euro weniger als die Xbox One – wird derweil Sony seine neueste Playsta­tion 4 (PS4) auf den Markt werfen. Dies soll rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft geschehen. Schweizer CE-Händler, bei welchen die PS4 vorbestellt werden kann, verlangen für die Konsole derweil 499 Franken. Zudem ist es auch beim japanischen Elektronikriesen so, dass man für die PS4, die mit einer neu designten Menü-Ansicht aufwartet, nicht zwingend eine Internetverbindung braucht. Spiele auf Disc sollen demnach auch offline gespielt werden können. Und wie auch bei der Xbox One werden gebrauchte Spiele unterstützt. Das Tauschen von Spielen unter Gamern dürfte also kein Problem sein.
Weniger erfreulich für die Nutzer ist derweil die fehlende Abwärtskompatibilität der PS4. Weil Sony bei seiner neuesten Konsole auf die besonders entwicklerfreundliche x86-Architektur umgestiegen ist, geht die Kompati­bilität zu älteren Playstation-Versionen verloren. Allerding soll Sony an Supportmethoden arbeiten, die eine Kompatibilität vielleicht doch ermöglichen soll. Gewiss ist dies aber noch nicht.
Weitere Neuerungen, die die Playstation derweil bringt, ist unter anderem die Möglichkeit, ein Game direkt herunterzuladen und bereits vor Abschluss des Downloads mit dem Spielen zu beginnen. Zudem sollen sich Videos oder Fotos per Knopfdruck mit anderen Usern teilen lassen. Der Wireless Controller verfügt ausserdem über ein Touchpad auf der Oberseite, welches das Game-Erlebnis revolutionieren soll. Des weiteren erlaubt die PS4 die Integration von Zweitbildschirmen, wie etwa dem der Playstation
Vita. Auch Smartphones oder Tab­lets können als Zweit-Display genutzt werden. Dazu müssen die User lediglich die entsprechende iOS- oder Android-App von Sony herunterladen.

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