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Tom Brunner - Der Familienmensch

von Angelica Filippi

1. März 2013 - Neben seinem Job widmet Tom Brunner, CEO von Alltron, seine gesamte Zeit der Familie – auch wenn dadurch wenig Zeit für andere, meist temporeiche Leidenschaften bleibt.

«Die Faszination des Tauchens liegt darin, dass einem mit Hilfe von technischen Instrumenten ermöglicht wird, unter Wasser zu atmen. Dies eröffnet einem die Chance, sich in einer Umgebung zu bewegen, zu der einem ansonsten der Zugang verwehrt bliebe», schwärmt der ausgebildete Dive Master Tom Brunner von seinem Hobby, das er mit seiner Frau teilt. In dieser Aussage versteckt sich aber noch eine weitere brennende Leidenschaft des Geschäftsführers von Alltron – die Technologie. Diese Begeisterung für die Technologie spiegelt sich auch in Brunners Lebenslauf wider. Denn auch wenn er hin und wieder einen Abstecher in unbekannte Gefilde gewagt hat, so zog ihn die IT-Branche doch stets wieder in ihren Bann.


Fulminanter Karrierestart

Sein IT-Debut gab der ausgebildete Elektronikmonteur bei Panatel Data, wo er Monitore reparierte. Dank seinen Mitarbeitern und dem Besuch einiger Netzwerkkurse gelang es ihm rasch, sich fundiertes Wissen zu PCs anzueignen. «Bereits nach einem Jahr erhielt ich das Angebot, die Technikabteilung der Firma zu leiten. Ich dachte mir, das ist fantastisch. In der IT-Branche geht die Karriere schneller los, als das sonst wo möglich wäre», erinnert sich Brunner schmunzelnd. Er bezeichnet seine Anstellung bei Panatel Data auch als das erste Highlight seiner Karriere, denn: «Es war das erste Mal, dass ich morgens Freude darüber verspürt habe, zur Arbeit zu gehen.»
Diese Freude an der Arbeit hat sich der 42-Jährige bis heute bewahrt. Einer der Punkte, die er an seiner Position als Alltron-Chef besonders schätzt, ist die Chance, mit Leuten zusammenarbeiten und Entwicklung ins Unternehmen bringen zu können. Wie wichtig es ihm ist, die Möglichkeit zu haben, in einer Firma etwas bewegen zu können, wurde ihm 1994 während einer längeren Auszeit bewusst, während der er seiner Leidenschaft zum Motorradfahren frönte. «Ich hab die Koffer gepackt und bin mit einem Freund während sechs Monaten auf gekauften Motorrädern quer durch die USA gekurvt. Dabei beschloss ich, nach meiner Rückkehr in die Schweiz von der Technik in den kaufmännischen Bereich zu wechseln. Denn mir wurde klar, dass Veränderungen dort zustande kommen, wo Umsätze und Deckungsbeträge erarbeitet werden», erzählt Brunner von seiner Einsicht.


Die Liebe zum Wettbewerb

Ein weiterer Faktor, der bei ihm nie zu kurz kommen darf, ist der Wettbewerb. Er liebt die Herausforderung und die Suche nach dem am besten geeigneten strategischen Instrument, um diese zu bewältigen. Und an Herausforderungen hat es Brunner in seinem Berufsleben nicht gefehlt. Er war über die Jahre hinweg in mehreren Unternehmen – unter anderem in den mitgegründeten Firmen Karma Schweiz und Konzept AG – in den verschiedensten Positionen tätig und hat viele Erfolge miterlebt, musste aber auch den einen oder anderen Fehlschlag einstecken. Zwischenzeitlich hat er sogar einmal in die Pharma-Industrie reingeschnuppert, hat dann aber relativ schnell feststellen müssen, dass das so gar nicht seine Welt ist. Um sich beruflich weiterentwickeln zu können, hat er sich zudem erst zum Marketing-Planer und später zum Marketing-Leiter ausbilden lassen.
Ein Ereignis, das Brunner sowohl auf zwischenmenschlicher Ebene als auch strategisch besonders gefordert hat, war die Übernahme von Wyscha Computer – wo er dazumal als Geschäftsführer amtete – durch Alltron. «Es war eine sehr emotionale Zeit, da die Angestellten auf keinen Fall mit dem Konkurrenten Alltron fusionieren wollten. Ich musste hart an mir selbst arbeiten, da auch ich dem Zusammenschluss nicht sonderlich positiv gegenüberstand, als Geschäftsführer jedoch als gutes Vorbild voranzuschreiten hatte», schildert Brunner den Zwiespalt, in dem er sich befand. Die Fusion sei damals gelungen, da man den Mitarbeitern Zeit gelassen habe, sich in die neue Situation einzufinden, statt die Integration so schnell wie möglich unter Dach und Fach bringen und anfallende Doppelkosten eliminieren zu wollen. Dies habe die Mitarbeiter in ihrem Vertrauen zur Firma bestärkt.


Erziehung als Herausforderung

Nebst dem Motorradfahren und dem Tauchen reizen Brunner auch das Skifahren und das Biken. «Ich bewege mich gerne in einem Umfeld, wo Tempo möglich ist. Dies aber nur, solange ich die Kontrolle behalten kann», verrät er. Nur die Zeit, um diesen Hobbies nachzugehen, ist rar geworden. Grund dafür ist eine neue Leidenschaft, die alle anderen still werden lässt. Er hat zu Hause einen 18 Monate alten Sohn und eine dreijährige Tochter, auf die er seine gesamte Energie verwendet und dafür gerne bei seinen anderen Hobbies zurücksteckt. Für die Zukunft sieht er in der Erziehung seiner beiden Schützlinge denn auch eine der grössten Herausforderungen überhaupt: «Meine Frau und ich hoffen, dass es uns gelingt, unsere Kinder stark zu machen. Sprich, dass wir sie mit einem gesunden Selbstvertrauen ausstatten und ihnen nachhaltige Werte mit auf den Weg geben können. Meine Frau bildet unser starkes Familienrückgrat, auf das sich unsere Kinder und ich selbst voll verlassen können.»


Tom Brunner

Tom Brunner wuchs mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder in Villmergen auf. Er ist gelernter Elektronikmonteur, startete aber 1991 bei Panatel Data seine IT-Karriere. Danach war er eine Zeit lang für Veridata und Datacomp tätig, bevor er 1994 für ein halbes Jahr in die USA reiste. Seine weiteren Karrierestationen vor seiner Anstellung als CEO von Alltron waren Computer 2000, Karma Schweiz, Konzept AG und Wyscha Computer. Zu Alltron stiess er durch den Aufkauf von Wyscha 2007. Er ist glücklich verheiratet und Vater zweier Kinder.

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