Schweizer CE-Branche leidet unter Preiszerfall

9. März 2012 - Im vergangenen Jahr hat die Consumer-Electronics-Branche hierzulande 10 Prozent weniger Umsatz erwirtschaftet als 2010. Der Preiszerfalle und der starke Franken machen der Branche zu schaffen.

Die Schweizer Consumer-Electronics (CE)-Branche schaut auf ein wenig erfolgreiches Jahr zurück. Laut des neuesten Zahlen des SWICO, dem Wirtschaftsverbandes für die digitale Schweiz, ist der Umsatz im CE-Bereich 2011 um zehn Prozent auf 1,57 Milliarden Franken zurückgegangen und liegt somit nur noch knapp über dem Niveau von 2004. Als Ursachen für den Rückgang identifiziert der SWICO den Preiszerfall in der Branche, die Wechselkurssituation und die damit verbundene Frankenstärke. Dies habe bei gleichbleibenden oder leicht gestiegenen Stückzahlen in einzelnen Segmenten zu massiven Umsatzeinbussen geführt.

Eines dieser Segmente ist die Fernseh-Sparte. Diese lag gerade im ersten Halbjahr 2011 so weit unter den Erwartungen, dass das Manko auch durch das Weihnachtsgeschäft nicht wieder wettgemacht werden konnte. So wurden zwar 1 Prozent mehr Geräte verkauft, beim Umsatz resultiert allerdings ein Rückgang um 11 Prozent. Für das laufende Jahr setzt die Branche laut SWICO ihre Hoffnungen auf Produktinnovationen wie OLED-TV oder Smart-TV und die Fussball-EM. Auch die Ende Februar erfolgte Umstellung auf HD beim Schweizer Fernsehen soll zusätzliche Impulse geben.

Im Video- und Zubehör-Markt vermochten im vergangenen Jahr vor allem Tablets und Web-Books zu überzeugen, die den Konsumenten die Vernetzung von Smart-TV und Smartphone ermöglichen. Zudem habe sich der Trend zur Konvergenz von Services wie Internet, Video und HiFi fortgesetzt. Derweil profitierte der Audio-Bereich von den gestiegenen Ansprüchen an den Ton. Bei Geräten wie Receiver, Verstärker, Soundbar und Lautsprecher konnten somit die Umsätze gehalten oder gar leicht gesteigert werden. (abr)

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