IBM-CEO Rometty kündigt neues Computing-Zeitalter an

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29. Februar 2012 - Ginni Rometty, seit Anfang Jahr CEO und President von IBM, sieht eine neue Computing-Ära kommen, wie sie heute anlässlich der IBM Partnerworld Leadership Conference in New Orleans erklärte. Partner sollen sich dadurch neue Geschäftsfelder eröffnen.

Seit Anfang Jahr steht mit Virginia "Ginni" Rometty bekanntlich erstmals in der 100-jährigen Geschichte eine Frau an der Spitze von IBM (Swiss IT Reseller berichtete). Nach 60 Tagen im Amt hatte sie heute, am zweiten Tag der Partnerworld Leadership Conference 2012 von IBM in New Orleans, ihren ersten grossen Auftritt als CEO und President von Big Blue. In ihrer Ansprache an die über 1000 anwesenden Geschäftspartner aus der ganz Welt – 25 davon auch aus der Schweiz – nahm sie Stellung zu ihren Plänen und Visionen.

Was sie bei IBM ändern möchte und ändern werde, sei sie in den letzten Tagen oft gefragt worden, meinte Rometty. Nicht viel, erklärte sie den Partnern, denn es funktioniere ja alles. IBM halte an seiner festgelegten Strategie fest und man wolle weiterhin einzigartig bleiben. (mv)


Neue Computing-Ära, neue Geschäftsfelder

Als zweites beantwortete Rometty den Anwesenden die Frage, wohin die Reise geht und was in den kommenden Monaten auf die über 120'000 IBM-Partner zukommt. Sie sieht eine neue Computing-Ära kommen, mit Maschinen, die nicht mehr nur rechnen und programmiert werden können, sondern analysieren und lernen, Profit aus den vielen Daten (Big Data) schlagen, ganz dem Watson-Beispiel folgend. Dies soll dazu führen, dass Entscheidungen in Zukunft direkt an der Front und nicht mehr im Back Office gemacht werden können. Was es dazu brauche seien neue Komplettsysteme, "integrated by design", die bis zu 10'000 Mal schneller arbeiten als aktuelle. Was genau das für Systeme sind, verriet Rometty nicht. Angeblich wird es diversen US-Medienberichten zufolge im April aber eine entsprechende Ankündigung geben.

Mit der neuen Computing-Ära werden sich laut Rometty den Partnern viele neue Märkte öffnen, an die man bisher gar nicht gedacht habe. Als Beispiel nannte sie Kunden wie öffentliche Zoos oder Städte, die viel Profit aus ihren vielen Daten schlagen könnten. Dabei wird, so Rometty, ein neuer Ansprechpartner in den Fokus der Partner rücken, nämliche der Chief Marketing Officer. Er sei es, der nach Lösungen suche und es sei der richtige Moment, den CMO nun anzugehen. (mv)

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