Rechenzentrum heizt Hallenbad

25. Februar 2008
GIB-Services, Dienstleister im Bereich Site- und Co-Locationsservices, hat letzte Woche das erste Schweizer zivil genutzte Hochsicherheits-Rechenzentrum mit Wärmerückgewinnung in einem ehemaligen Militär-Bunker in Betrieb genommen.
Das von IBM geplante und umgesetze Rechenzentrum wurde so konzipiert, dass mit der Abwärme der Server das Hallenbad der Gemeinde Uitikon beheizt und als umweltschützender Nebeneffekt jede Menge CO2 eingespart wird. Bei Vollleistung erzeugt das Rechenzentrum jährlich rund 2800 MWh Abwärme, was in etwa der Menge entspricht, mit der man bis zu 80 Einfamilienhäuser ein Jahr lang komplett heizen und mit Warmwasser versorgen kann. «Theoretisch ist es möglich, bis zu 90 Prozent der vom Rechenzentrum verbrauchten elektrischen Energie als Wärmeenergie weiterzunutzen», sagt Jörg Schanze, Site Services Spezialist von IBM Schweiz. Damit lassen sich jährlich rund 130 Tonnen CO2 einsparen, was dem CO2-Ausstoss eines Mittelklassewagens (161 Gramm pro Kilometer) bei einer Fahrleistung von 800’000 Kilometer gleichkommt. Durch den Standort bei Zürich sind Wartung und Verwaltung leichter als bei weit entfernten Anlagen zu bewerkstelligen.
«Der ehemalige Militär-Bunker bot sich für den Bau unseres Rechenzentrums an. Er ist gegen physische Beschädigung bestens geschützt, schnell erreichbar und keinen zusätzlichen Umgebungsrisiken ausgesetzt», so Hans-Rudolf Schärer, GIB-Verwaltungsratspräsident. (mro/sk)

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