Remote Access frei Haus

4. Juni 2007 - Unterschiedlichste Endgeräte und die zunehmende Tendenz der Mitarbeitenden, mobil zu arbeiten, konfrontiert die Unternehmen mit immer neuen Anforderungen an die Sicherheit. Die Lösung kommt vom Spezialisten.

Um langfristig Erfolg haben zu können, sind Unternehmen gefordert, ihre Effizienz laufend zu verbessern, die Flexibilität gegenüber Kunden zu erhöhen und zu versuchen, Innova­tion zu fördern. Im Zuge dieser Entwicklung transformieren sich viele Unternehmen hin zu einer virtuellen Organisation. Sie wollen damit neue, erfolgversprechende Kooperationsmodelle ermöglichen und den Trend zu mehr Mobilität unterstützen.
Damit wird «Enterprise Mobility», die Mobilität des ganzen Unternehmens mit seinen Mitarbeitenden, Leistungen, Produkten, Prozessen, Informationen und seiner Software zu einer der wichtigsten Initiativen in der Agenda eines Informatikverantwortlichen. Ein Kernthema von Enterprise Mobility ist die Integration mobiler ICT-Lösungen. Damit werden Mitarbeitende mobil und können jederzeit und von überall her auf die Unternehmensdaten zugreifen von den E-Mails bis zum aktuellen Lagerbestand. ()


«Die Herausforderung heisst Vielfalt»

Gemäss Marktbefragungen des Marktforschungsinstituts IDC aus dem Jahr 2006 scheitern Enterprise Mobility Initiativen in der Praxis in vielen Fällen. Ein Grund dafür ist, dass die Initiative nicht mit einem unternehmensweiten Fokus angegangen, sondern vielmehr auf die heterogenen Bedürfnisse einzelner Benutzergruppen reduziert wird.
Daraus resultieren isolierte Remote-Access-Lösungen, welche die Produktivität kaum verbessern aber hohe Unterhaltskosten verursachen. Und selbst wenn Enterprise Mobility mit dem Anspruch einer ganzheitlichen Betrachtung angegangen wird, stellen sich noch immer viele Hürden.
Die wesentliche Herausforderung liegt in der Vielfalt der zu integrierenden Zugangstechnologien und Endgeräte. So müssen heute von einer Remote-Access-Lösung verschiedenste Zugangstechnologien unterstützt werden: Von Zuhause oder vom Hotel aus wird üblicherweise über Breitband-Internetverbindungen gearbeitet. An Bahnhöfen oder Flugplätzen wird mit Vorliebe drahtlos über WLAN-Hotspots kommuniziert. Wird direkt beim Kunden gearbeitet, wird dessen bestehende Netzwerklösung genutzt. Arbeitet man von unterwegs, müssen GSM- oder UMTS-basierte Mobilfunknetze verwendet werden können.
Eine ähnlich grosse Vielfalt besteht bei den verwendeten Endgeräten. Je nach Verwendungszweck bieten sich Notebooks, Tablet-PCs, PDA, Smartphones oder Mobiltelefone an.
Die meisten Unternehmen tun sich schwer mit dem Management dieser verschiedenen Technologien und Endgeräte und versuchen unter grossen Anstrengungen, Kosten und Sicherheit unter Kontrolle zu halten.
Eine im Februar dieses Jahres durchgeführte Studie der «The Dieringer Research Group» belegt, dass unvollständige oder mangelhaft umgesetzte Remote-Access-Konzepte die Produktivität nicht wie gewünscht erhöhen, sondern die Sicherheitssituation des Unternehmens schwächen und die Betriebskosten in die Höhe treiben. ()


Auslagerung verbessert die Qualität

Aufgrund der ernüchternden Erfolgsquote von Enterprise Mobility Initiativen drängt es sich auf, nach alternativen Lösungsansätzen zu suchen. Erfolgreiche Unternehmen stellen bei solchen komplexen Projekten die Frage nach der richtigen Fertigungstiefe und prüfen eine Auslagerung.
In den wenigsten Fällen zahlt Enterprise Mobility auf die Kernkompetenzen eines Unternehmens ein oder verhilft zu einem haltbaren und langfristigen Wettbewerbsvorteil. Reali­stisch betrachtet muss Enterprise ­Mobility als Standard gesehen werden, welcher früher oder später von jedem wettbewerbsfähigen Unternehmen gelebt werden muss.
Über kurz oder lang wird der Bereich Remote Access wie bereits das Management des Unternehmensnetzes oder der Sicherheitsinfrastruktur zu einem Outsourcing Thema, bei dem es um die Optimierung der Faktoren Qualität, Risiko und Kosten geht. Die Auslagerung von Enterprise Mobility zu einem spezialisierten Service Provider ist somit ein vielversprechender Weg zum Erfolg. ()


Der Autor

Martin Trachsel (34) ist Informatikingenieur und verfügt über einen MBA-Abschluss. Als Gründer und CEO der Netbeat AG verfügt er über langjährige Erfahrung im Bereich Managed Security Services. Netbeat ist heute ein ­Unternehmen von United Security Providers (USP).
martin.trachsel@united-security-providers.ch
Das Unternehmen ist zudem regelmässig mit Referenten an der ­Sicherheits-Fachkonferenz Security Zone (19.-20.9.2007) vertreten.
www.security-zone.info ()

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