Die Vorwärtsdenkerin: Dominique Wüthrich-Erni, Channel Sales Manager, Nutanix

Die Vorwärtsdenkerin: Dominique Wüthrich-Erni, Channel Sales Manager, Nutanix

(Quelle: Nutanix)
Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2018/09 – Seite 1
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1. September 2018 - Dominique Wüthrich-Erni ist seit dem Frühjahr 2018 Channel Sales Manager für Nutanix in der Schweiz. Auch nach 20 Jahren IT-Business schaut sie noch immer am liebsten nach vorne.
"Da hab ich mir gesagt: Was die können, kann ich auch. Ich geh auch in die IT", sagt Dominique Wüthrich-Erni über ihren Karrierestart in der IT-Branche. "Sie", das sind ihre Freunde von damals, die in den 90er-Jahren die ersten Mitarbeiter von Itris in Basel waren. Ihr Informatiklehrer in der KV-Lehre lachte, ihr war es egal und es folgten einige Jahre im Backoffice von IBM und HP. Die Faszination für die Menschen und die Materie der Branche hat augenscheinlich nie nachgelassen, denn mittlerweile bringt Wüthrich-Erni Wissen und Erfahrung aus mehr als 20 Jahren in der Branche mit. Die weiteren Karrierestationen heissen Oracle, Sun, Norman und Check Point Software Technologies und seit diesem Frühjahr amtet Wüthrich-Erni als Channel Sales Manager Switzerland für Nutanix. Aus dem Gespräch geht immer wieder hervor, was sie beruflich antreibt: Fortschritt, Elan und Ehrlichkeit. Am besten hört man es, wenn sie vom Bruch mit Oracle nach der Übernahme von Sun erzählt: "Ich bin jemand, der mit Leib, Herz und Seele bei der Sache ist und es ist ja gemeinhin bekannt, dass nach der Übernahme von Oracle nicht viel vom alten Sun-Channel übriggeblieben ist. Die Kultur bei Oracle als finanzgetriebenes Unternehmen war ganz anders. Sun war im Gegensatz dazu sehr technologiegetrieben, alle Mitarbeiter waren Fans von der Sache, die sie machten." Zentral für Zufriedenheit am Arbeitsplatz sind für sie in der Folge die Liebe zur eigenen Tätigkeit, die Verbundenheit und das Vertrauen zu Unternehmen und Kollegen, deren Elan sowie das Vorwärtsdenken. Gleichgültigkeit und menschliche Enttäuschungen hingegen warfen sie während ihrer Karriere jeweils am meisten aus der Bahn. Die Entscheidung zu Wüthrich-Ernis jüngstem Karriereschritt hat denn auch massgeblich mit der Charakter­eigenschaft als Vorwärtsdenkerin zu tun: "Ich dachte mir immer, irgendwo die Chance zu bekommen, als erste für eine Firma im Channel zu sein, das wär’s. Und dann kreuzte Nutanix meinen Weg, es war fast wie mein Weihnachtsgeschenk", und sie fügt hinzu: "Wir sind die kleinen, wir sind die neuen und wir sind auch die ohne Altlasten. Wir sind frisch und haben alle Hände voll zu tun, es ist toll." Auch wenn sie konsequent nach vorne denkt, schmiedet sie nicht zwingend langfristige Pläne: "Ich bin kein Mensch, der zehn Jahre vorausplant, oft nicht mal fünf. Wir machen das auch als Familie nicht, sondern versuchen, die Umstände immer so anzupassen, damit es für alle Seiten stimmt. Somit glaube ich auch nicht, dass ich noch grosse ­Karrieresprünge nehme, ich möchte bloss Freude an dem haben, was ich mache."

Zeit, einfach zu leben

Als wichtigsten Wendepunkt in ihrem Leben bezeichnet sie die Geburt ihrer beiden Töchter, die heute im Grundschulalter sind: "Mein Leben bestand lange daraus, fleissig in der IT zu arbeiten und den ganzen Sachen, die man eben besitzen muss, nachzueifern, wie etwa teuren Fernsehern und Häusern. Als die Familie plötzlich da war, rückte all das in den Hintergrund und fehlt mir heute auch nicht mehr. Beispielsweise ist es mir total Wurst, wenn mein Auto monatelang einen Kratzer in der Seite hat. Früher wäre das undenkbar gewesen." Und so wich das ausgleichende zeit­intensive Rennradfahren dem Ausgleich mit der Familie und dem Haus in Magden. Ruhe findet sie bei der Pflege ihrer Blumen in ihrem "Paradies", im Garten um das Eigenheim, in dem sie mit ihrer Familie und Kater Luigi lebt. Auch pflegt die Familie gerne ihr soziales Leben und hat oft Freunde zu Besuch. Im Hause Wüthrich sei "immer was los", gibt sie an. Auch der Sport, so Wüthrich-Erni, ist noch immer zentral für die Balance, muss heute aber zeitsparender vonstattengehen. Walking, Rennen, Wandern und Fitness betreibt sie, um in Form zu bleiben und um Zeit in der Natur verbringen zu können. Wenn die Familie etwas mehr Zeit übrighat, mieten sie gerne ein Wohnmobil und bereisen den Kontinent. Die Freiheit, ständig neue Orte und Dinge zu sehen, ist für sie der Reiz am fahrenden Heim. "Der Luxus daran ist, dass es keinen Luxus gibt. Dass man sich die Zeit nimmt zum Kochen, zum Abwaschen. Dass man sich die Zeit nimmt, einfach zu leben." Und so zieht die Familie während den Ferien durch die Lande, stehts auf der Suche nach dem nächsten Ort, den es zu erkunden gilt. Hotelferien? Ausgeschlossen, meint Wüthrich-Erni, "zu rastlos" seien sie dafür. Vorwärtsdenker eben.
 
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