5G-Vergabe: Swisscom bezahlt im Stillen Busse an Salt

5G-Vergabe: Swisscom bezahlt im Stillen Busse an Salt

(Quelle: Swisscom)
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16. Juli 2018 - Salt hat Swisscom eine Rechnung über 20'000 Franken geschickt, die allem Anschein nach auch bezahlt wurde. Hintergrund ist eine Abmahnung aus dem April im Streit um die Vergabe der 5G-Frequenzen in der Schweiz.
Wie "Tagesanzeiger" berichtet, hat Salt dem Konkurrenten Swisscom eine Busse über 20'000 Franken gestellt, basierend auf einer Abmahnung, die Swisscom im April unterzeichnet hatte. Die Busse sei bezahlt worden, so "Tagesanzeiger" weiter. Hintergrund ist die Vergabe der 5G-Frequenzen in der Schweiz. Nachdem Swisscom in Präsentationen Falschbehauptungen über die Geschäftspraktiken von Salt aufstellte, reagierte Salt mit der Abmahnung. Diese besagt, dass weitere Widerhandlungen gegen unlauteren Wettbewerb von Seiten Swisscom mit 20'000 Franken Busse und der Korrektur der Aussage einhergehen würden.

Als die Behauptungen, dass Salt riesige Dividenden ausschütten und Arbeitsplätze systematisch nach Frankreich verlagern würde erneut in einer Präsentation auftauchten, schickten die Salt-Anwälte kurzerhand eine Rechnung an die Swisscom. Diese wurde, so "Tagesanzeiger", anscheinend auch bezahlt. Beide Anbieter geben sich bedeckt und äusserten sich bisher nicht zur Sache.

Die Fenmeldekommission hat derweil beschlossen, dass die Vergabe der 5G-Frequenzen Anfang nächsten Jahres vonstattengehen soll. Sowohl Swisscom wie auch Salt wehren sich aktuell noch vehement gegen einzelne Punkte des Vergabeverfahrens. (win)

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Kommentare

Mittwoch, 18. Juli 2018 Adrian
Aufgrund meinen letzten telefonischen Kontakten hat Salt zurzeit Leute in Bulgarien, Italien und in der Schweiz angestellt. Die Leute in Bulgarien hatte ich erst kürzlich am Telefon. Sie seien noch nicht lange dabei. Des weiteren Wurde ja kommuniziert, dass es eine Entlassungswelle bei Salt gab. Die Aussage der Swisscom ist aus meiner Sicht daher korrekt. Weshalb es hier zu einer Stillschweigevereinbarung kommt ist wahrscheinlich nur den beiden Parteien bekannt. Öffentlich will man lediglich zugeben, dass Swisscom eine unpassende Aussage gemacht hat und dafür gerade stehen soll. Für mich stinkt diese Angelegenheit gewaltig und muss durch kompetente Leute aufgedeckt werden. Nicht dass immer nur die böse Swisscom an allem Schuld ist ;).

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