Google soll gegen Arbeitsgesetze verstossen haben

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11. April 2017 - Das amerikanische Arbeitsministerium ermittelt gegen Google, weil Hinweise auf ungleiche Bezahlungen zwischen männlichen und weiblichen Angestellten vorliegen würden. Der Suchmaschinenriese weist die Vorwürfe zurück.

Das amerikanische Arbeitsministerium hat Ermittlungen gegen Google wegen mutmasslichen Verstössen gegen Arbeitsgesetze aufgenommen. Dies geht aus einem amerikanischen Gerichtsdokument hervor. Das Verfahren wurde bereits im Januar eröffnet. Inhalt der Ermittlungen soll die so genannte Gender Pay Gap sein, wonach Google unterschiedliche Bezahlungen von männlichen und weiblichen Angestellten in der gleichen Position vorgenommen haben soll. Das Arbeitsministerium verlangt nun von Google die Offenlegung der Angestelltengehälter. Die konkreten Fälle sollen sich in erster Linie auf das Jahr 2015 beziehen, jedoch verlangt das Ministerium auch die Offenlegung von älteren Dokumenten und will zudem Gespräche mit Angestellten des Suchmaschinenriesen führen.

Bisher hat Google selbst keine Dokumente an das Arbeitsministerium geliefert und erklärte in einer Stellungnahme gegenüber der britischen Zeitung "Guardian", dass man auf jährlicher Basis konzerninterne Analysen vornähme, welche bisher keine Hinweise auf ungleiche Bezahlungen zwischen männlichen und weiblichen Angestellten ergeben hätten. (asp)

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