Umfrageergebnisse unter Arbeitslosen zeigt: Das Alter erschwert die Jobsuche

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Weiterbildung kommt mit der Zeit

42,5 Prozent der 146 Befragten befindet sich seit weniger als 6 Monaten in Arbeitslosigkeit, 16,4 Prozent seit 6 bis 12 Monaten, 14,4 Prozent seit 1 bis 2 Jahren und 24,7 Prozent seit zwei und mehr Jahren. Betrachtet man lediglich die Arbeitslosen, die älter als 54 Jahre sind und rund die Hälfte unserer Umfrageteilnehmer ausmachen, sind 36,1 Prozent länger als zwei Jahre arbeitslos.

Rund die Hälfte der befragten Arbeitslosen hat bislang zwischen 20 bis 100 Bewerbungen versandt, während fast jeder fünfte laut eigenen Angaben bereits mehr als 200 Bewerbungen verschickt hat. Und mehr als zwei Drittel gibt an, bei weniger als 5 Prozent dieser Bewerbungen dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden zu sein.

Eine weitere spannende Erkenntnis: Auf die Frage, welche Weiterbildungsmassnahmen seit der Arbeitslosigkeit ergriffen wurden, antworteten rund 40 Prozent «keine» und etwa gleich viel, dass sie eine Weiterbildung auf einem ICT-­Fachgebiet absolviert haben, während 7,5 Prozent sich auf einen Non-ICT-Job umschulen liessen. Betrachtet man all diejenigen, die bereits ein Jahr und mehr arbeitslos sind, steigt der Anteil derer, die sich auf einem ICT-Fachgebiet weitergebildet haben, auf fast 50 Prozent, und 13,3 Prozent haben sich umschulen lassen.

Sozialkosten als Klotz am Bein

Abgefragt wurde bei den Umfrageteilnehmern auch, wie sie ihr aktuelles Fachwissen einschätzen und wie sie schätzen, dass ihr Fachwissen von den Stellenausschreibern beurteilt wird. 58,2 Prozent gaben dabei zu Protokoll, das Know-how sei auf aktuellem Stand, während aber nur 44,5 Prozent angaben, dass das Fachwissen von den Stellenausschreibern als aktuell beurteilt wird. Hier zeigt sich doch eine beachtliche Diskrepanz.

Spannend sind die Antworten auf die Frage, welche Gründe hinter der Ablehnung der Bewerbungen vermutet wird. Sage und schreibe 78,1 Prozent gibt hier zu Protokoll, sie würden vermuten, dass das Alter den Ausschlag gegeben hat. Bei den Umfrageteilnehmern Ü45 vermuten sogar 90,9 Prozent, dass sie als «zu alt» beurteilt werden.

Ebenfalls wollten wir im Zusammenhang mit der Ablehnung aufgrund des Alters von den arbeitssuchenden ICT-Spezialisten wissen, welche altersbedingten Gründe denn ihrer Meinung nach bei der Ablehnung mit eine Rolle spielten. Auch hier ist der Tenor klar: 70,5 Prozent sehen die hohen Sozialkosten als Klotz am Bein, und 54,1 Prozent vermuten als Ablehnungsgrund das Argument, dass die Stellenausschreiber der Meinung sind, das Alter des Bewerbers sei nicht mit der Unternehmenskultur vereinbar.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Bereitschaft zur Lohneinbusse ist da.

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