Millionen-Busse für Dell

von Alina Huber
23. Juli 2010 - Dell muss wegen Bilanztricksereien eine Strafe von 100 Millionen Dollar bezahlen, so der Entschied der US-Börsenaufsicht SEC.
Millionen-Busse für Dell
(Quelle: Vogel.de)

Dell legt den Bilanzstreit mit der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) bei. Man hat sich auf einen Vergleich geeinigt, der besagt, dass Dell eine Strafe von 100 Millionen Dollar bezahlen muss.


Gestolpert ist Dell über das enge Verhältnis zu Prozessorhersteller Intel. Laut SEC-Chefermittler Robert Khuzami habe das Unternehmen rund um CEO Michael Dell die Öffentlichkeit nicht umfassend und genau darüber informiert, dass man von Intel Geld dafür bekommen habe, dass man dessen Prozessoren bevorzugt in Dell-Rechner einbaue. Dell habe dieses Geld als normalen Umsatz abgebucht, ohne dies bekannt zu machen. Nur dadurch habe Dell seine Gewinnziele erreicht. Nach dem Wegfall der Gelder habe Dell die Anleger nicht über die wahren Gründe für die sinkenden Gewinne informiert.


Dell-Chef Michael Dell (Bild) ist erfreut, "diese Angelegenheit erledigt zu haben" – ein Schuldeingeständnis sei es aber nicht. Er sowie sein Vorgänger Kevin Rollins müssen eine Strafe von 4 Millionen Dollar zahlen. Der ehemalige Finanzchef James Schneider erhielt eine Busse von 3 Millionen Dollar. Allerdings hat das Unternehmen vorgesorgt und Geld zurückgelegt.

 

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