Doppelte Herausforderung für Polizei
Artikel erschienen in IT Reseller 2007/20
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19. November 2007 -
Am Schweizer Polizei-Informatik-Kongress in Dübendorf zeigte sich, dass die IT die Polizei gleich doppelt fordert: zum einen bei der Verbrechensbekämpfung, zum anderen mit jeder Menge immer neuer Formen der Cyberkriminalität.
Der gut besuchte Schweizer Polizei-Informatik-Kongress in Dübendorf hat gezeigt, dass die Cyberkriminalität zurzeit eine Herausforderung für die Polizei darstellt. Bei der «normalen» Verbrechensbekämpfung dagegen hat sich die IT bereits als Hilfsmittel eingebürgert. Die Systeme reichen von der Einsatzplanung über Fahndungssysteme, die Fahrzeugnummern mit einem Scanner erfassen und mit den Fahndungslisten abgleichen, bis zu Datenbanken für Tatort-Aufnahmen. Bei der Koordination zwischen den einzelnen Korps hapert es jedoch bedenklich.
Modern, doch kaum kompatibel
Die Polizei kennt den Nutzen elektronischer Hilfsmittel. Doch während die Uniformpolizisten in den Strassen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, bleibt die IT für den Bürger unsichtbar. Entsprechend schwierig ist es, die finanziellen Mittel dafür zu bekommen. Hinzu kommt, wie der Präsident der Polizeikommandanten-Konferenz und Kommandant der Kantonspolizei Luzern, Beat Hensler, bemerkt, die Abneigung der Öffentlichkeit gegen übertriebene Überwachung. Dies alles machte ihn in den letzten Jahren vom Saulus zum Paulus. Er ist heute überzeugt, dass Entwicklung und Beschaffung von Informatiksystemen bei der Polizei Chefsache sein müssen. Doch am Kongress wurde deutlich, dass die von den einzelnen Korps eingesetzten Systeme untereinander nur beschränkt kompatibel sind. Ständerat Bruno Frick (Bild) sprach angesichts dieser Situation von der Schweiz als einem polizeitechnischen Entwicklungsland.
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